Tourismusprojekt

Dänemarks erster Center Parc bei Norburg: So sieht er aus

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Die Strandpromenade ist auch für externe Gäste zugänglich, neben dem Strandcafé sind direkt an der Küste ein Pier und ein Spielplatz entstanden.

Nach dreijähriger Bauzeit ist auf Nordalsen der neue Center Parcs Nordborg Resort festlich eröffnet worden. Auf 190 Hektar ist ein nachhaltiger Ferienpark mit Badeland entstanden.

Nach über zwölf Jahren Planung und drei Jahren Bauzeit hat am Dienstag der Center Parcs Nordborg Resort eröffnet.

Die Anlage befindet sich auf einem 190 Hektar großen Areal zwischen Nørreskov und Himmark auf der Insel Alsen (Als) und setzt neue Maßstäbe in Sachen nachhaltigem Bauen und umweltfreundlichem Tourismus.

Möglich gemacht haben den Ferienpark die lokalen Unternehmen Danfoss und Linak, die insgesamt 1,75 Milliarden Kronen in das Ferienland investiert haben.

Linak-Gründer Bent Jensen blickte am Dienstag auf die vergangenen zwölf Jahre zurück. „Alles begann mit einer kleinen Gruppe, die im August 2012 zusammengekommen ist. Wir wollten wirklich etwas bewegen in Norburg und haben uns als Visionsgruppe verstanden. Damals war noch gar nicht klar, was daraus werden sollte – aber wir hatten einen gemeinsamen Wunsch: Unsere Stadt sollte wieder wachsen und neue Perspektiven bekommen“, so Jensen.

Insgesamt 440 Ferienhäuser sind entstanden, 350 davon als Reihenhäuser.
Der Park ist weitläufig und autofrei. Das Zentrum trennen 1,4 Kilometer vom Pier und dem Strand.
Ein Restaurantbereich im „Marked Dome“. Alle Tische und Stühle sind aus Holz, ebenso wie das gesamte Gebäude. „Zeni Arkitekter“ war als Teil des Totalentrepriseteams unter Hoffmann A/S für die Architektur aller Hauptgebäude verantwortlich.

Es folgten zahlreiche Gespräche über die Machbarkeit und Finanzierung des Projekts. Die Initiatorinnen und Initiatoren arbeiteten eng mit der Kommune zusammen, gründeten eine Entwicklungsgesellschaft und holten externe Beratung hinzu, um konkrete Pläne und Kostenberechnungen zu erstellen.

Die Zusammenarbeit sei das A und O gewesen, so Jensen. „Wir haben mit vielen verschiedenen Akteurinnen und Akteuren gesprochen – mit der Kommune, mit Bauunternehmen, mit Beraterinnen und Beratern. Es gab viele Diskussionen, viele Berechnungen und manchmal auch Rückschläge.“

Linak-Chef Bent Jensen auf dem Weg zum Podium. Die Eröffnungszeremonie fand im „Marked Dome“ statt.
Gäste der Eröffnungszeremonie: Folketingspolitiker Benny Engelbrecht (2. V. l.) im Gespräch mit Resort-Mitarbeiterin Gitte Hoeg Andersen, Tonderns Bürgermeister Jørgen Popp Petersen und Stadtratspolitiker Stephan Kleinschmidt.

Am Ende habe man es gemeinsam geschafft: Das Resort konnte mit einem Budget von 1,75 Milliarden Kronen realisiert werden. „Das zeigt, was möglich ist, wenn man gemeinsam an einem Strang zieht und nicht aufgibt“, sagt Jensen.

Bausubstanz und Architektur

Das Gelände des Ferienparks erstreckt sich über 190 Hektar und führt hinab ans Wasser des Kleinen Belts. Auf dem Weg zum Strand kommen Gäste an dem neu gebauten Tierhof vorbei, in dem Esel, Ziegen, Kaninchen, Schafe und Meerschweinchen leben.
Das Badeland ist 7.200 Quadratmeter groß und befindet sich unter dem hellen Kuppeldach. Unten ist die Außenrutsche „Wild River“ zu sehen.

Das Resort umfasst 440 skandinavische Ferienhäuser in unterschiedlichen Größen und Komfortstufen, die sich harmonisch in die Küstenlandschaft und die umgebenden Wälder einfügen. Die Häuser bieten Platz für zwei bis acht Personen und verfügen über moderne, energieeffiziente Ausstattungen, darunter voll ausgestattete Küchen, komfortable Badezimmer und eigene Terrassen.

Zentrale Einrichtungen wie der Market Dome mit Restaurants, Cafés und Einkaufsmöglichkeiten sowie der 7.200 Quadratmeter große Indoor-Wasserpark „Aqua Mundo“ bilden das Herzstück der Anlage. In einer späteren Ausbauphase ist die Erweiterung um 280 weitere Ferienhäuser geplant, sodass das Resort langfristig über 720 Unterkünfte verfügen wird.

Nachhaltigkeit im Fokus

Ein Außenbecken im Badeland, hier kann man sich im sogenannten „Slow River“ treiben lassen.
Stadtratspolitikerin Ellen Trane Nørby im Gespräch mit Jørgen Mads Clausen von Danfoss und Parlamentarier Benny Engelbrecht

Das Nordborg Resort wurde nach höchsten Umweltstandards errichtet und nutzt ausschließlich erneuerbare Energien. Die Bauweise und die Haustechnik sind auf maximale Energieeffizienz und minimale Umweltbelastung ausgelegt, etwa durch moderne Wärmedämmung und intelligente Wasseraufbereitungssysteme.

Die Planung und der Betrieb des Resorts berücksichtigen den Schutz der lokalen Flora und Fauna, die Zusammenarbeit mit regionalen Dienstleistern sowie kurze Lieferwege.

Ziel ist es, einen klimaneutralen Betrieb zu gewährleisten und Gästen einen nachhaltigen Urlaub zu ermöglichen.

„Plötzlich wurde aus einer abstrakten Vision ein reales Ziel“

Das Wellenbad im Badeland. Das große Kuppeldach ist so konstruiert, dass sich das Gebäude durch das Sonnenlicht leicht aufwärmt. In der Regel sind es im „Aqua Mundo“ 28 Grad.
Inmitten des Center Parcs lebt eine kleine Herde Galloways.

Das Resort bietet direkten Zugang zu einem öffentlichen Sandstrand, einen großzügigen Pier mit Meerblick sowie zahlreiche Outdoor- und Indoor-Aktivitäten für Kinder und Erwachsene.

Ein pädagogischer Bauernhof, Wander- und Radwege sowie Wellnessangebote runden das Angebot ab und ermöglichen Erholung inmitten der Natur.

Zum Konzept des Resorts sagte Bent Jensen bei der Eröffnungszeremonie: „Für uns als Ingenieure war das alles zunächst ein wenig fremd – wir mussten lernen, wie man ein Profil für ein ganzes Gebiet entwickelt, wie man Menschen begeistert und wie man aus einer Idee ein konkretes Projekt macht. Wir haben viel diskutiert, uns mit anderen vernetzt, und irgendwann kam dann die Idee eines Resorts auf den Tisch. Das war für uns ein Wendepunkt, denn plötzlich wurde aus einer abstrakten Vision ein reales Ziel.“

Nun ist das Resort eröffnet und alle Beteiligten sind beeindruckt von dem Weg, der hinter ihnen liegt.

Der Beckenbereich für kleine Kinder. Insgesamt ist das Badeland 7.200 Quadratmeter groß.
Zwei Gäste am Rande der Eröffnungsfeier. Den Park kann man unter anderem mit Fahrrädern, Rikschas oder Rollern erkunden.

Mitbesitzer Bent Jensen fasst es folgendermaßen zusammen: „Das ist gewaltig. Alles begann mit einer Vision auf einem Blatt Papier, und jetzt haben wir 440 Häuser, von denen fast alle fertig sind. Es ist beeindruckend, wie viel wir seit dem ersten Spatenstich im Mai 2022 erreicht haben. Ich bin sehr stolz auf dieses Projekt.“

Das Nordborg Resort

Das Nordborg Resort südlich der Stadt Norburg betreibt Center Parcs als erste Ferienanlage der Marke in Dänemark. Als Partner und Investor engagieren sich die Bitten & Mads Clausen Stiftung sowie Linak Holding A/S bei der Entwicklung und dem Betrieb des Resorts.

Gesamtfläche: 190 Hektar

Anzahl Ferienhäuser: 440 (später 720)

Indoor-Wasserpark: 7.200 m²

Erwartete Gäste/Jahr: 160.000 bis 450.000

Tagesgäste/Jahr: 25.000

Eröffnung: 17. Juni 2025

Ziegen-Nachwuchs auf der „Kids Farm“, auf der Kinder erleben, wie die Tiere versorgt werden.
Im sogenannten „Marked Place“ ist die Rezeption untergebracht. Außerdem gibt es dort Minigolf, Restaurant, Indoor-Spielplatz und Aktivitäten wie Bowling und Kinderbetreuung.
Am Strandbereich des Center Parks liegt eine 140 Meter lange Badebrücke: angeblich Dänemarks längster Pier.
V. l.: Sonderburgs Bürgermeister Erik Lauritzen, Linak-Gründer Bent Jensen, der ehemalige Stiftungsvorsitzende Peter Mads Clausen und Olivier Garaialde, CEO von Center Parcs Europe.
An der Strandpromenade hat das italienische Restaurant „Fratelli“ aus Sonderburg die Bewirtung übernommen.
Die beiden Esel aus dem Streichelzoo genießen ihren Auslauf, im Hintergrund der „Marked Dome“