Backkunst

Süßer Erfolg an der Heimvolkshochschule: Erster Preis für japanische Schülerinnen

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Mit sehr viel Kreativität und Liebe zum Detail fertigten die Schwestern den Honigkuchen-Tempel.

Mit handwerklicher Präzision, Kreativität und Sinn für Ästhetik haben Aona und Yuzuna Tokunaga einen Wettbewerb der Küchenfirma „Designa Køkken“ gewonnen. Ihr vollständig essbares Lebkuchenhaus mit vier Stockwerken begeisterte die Jury und ihre Mitschülerinnen und Mitschüler.

Die Ehre, die Anerkennung und nicht zuletzt der Jubel ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler bedeuteten den japanischen Schwestern Aona und Yuzuna Tokunaga am meisten, als sie sich mit ihrem Honigkuchenhaus bei einem landesweiten Wettbewerb der Küchenfirma „Designa Køkken“ den ersten Preis sicherten.

Inzwischen haben die Schülerinnen des Fachbereichs Lebensmittelhandwerk nach ihrem Heimvolkshochschulaufenthalt in Lügumkloster die Heimreise nach Japan angetreten.

Ihre Lehrerin, Lebensmittelentwicklerin, Diätistin und Kochbuchautorin Anika Karlsen Thor, die außerdem ausgebildete Konditorin ist, hat keinen Zweifel daran, dass der Sieg vollkommen verdient ist: „Aona und Yuzuna haben ein ganz besonderes Gespür für Details und ein beeindruckendes Verständnis sowohl für Technik als auch für Ästhetik. Sie haben extrem diszipliniert und kreativ gearbeitet, und ich bin unglaublich stolz auf sie“, sagt Anika Karlsen Thor in einer Pressemitteilung.

Ein klimafreundliches Ernährungskonzept

Die Küche der Løgumkloster Højskole sei vor allem für ihr klimafreundliches und nachhaltiges Ernährungskonzept bekannt, doch der Wettbewerbssieg zeige, dass grüne Küche und hohe gastronomische Qualität durchaus Hand in Hand gehen können.

„Hier beweisen wir, dass klimafreundliches Essen auch luxuriös, ästhetisch und voller Siegerqualitäten sein kann. Lebensmittelhandwerk bedeutet nicht nur Verantwortung – es geht auch um Schönheit, Genuss und fachlichen Stolz“, heißt es aus dem Fachbereich Lebensmittelhandwerk.

Salzstangen und Gelatine als Baumaterial

Alles an dem hohen Tempel ist essbar.

Das detaillierte Honigkuchenhaus ist durchgehend essbar. Die Holzplanken sind aus Salzstangen geschnitten, die Fenster und das Wasser im See sind aus Gelatine, das Kopfsteinpflaster besteht aus Marzipan mit Zuckerglasur, und der Schnee auf dem Weg ist aus Kokosraspeln. 

Die Schülerinnen haben viel Freizeit investiert, um ihr Werk zu designen, zu zeichnen und zu vollenden.

Schulleiterin Ursula Dieterich-Pedersen freut sich besonders darüber, dass internationale Schülerinnen und Schüler sich gerade für die Løgumkloster Højskole entscheiden: „Ich bin sehr stolz darauf, dass so talentierte junge Menschen aus der ganzen Welt den Weg zu unserer kleinen Volkshochschule mit ihren großen Qualitäten hier in Südjütland finden. Aona und Yuzuna sind fantastische Botschafterinnen sowohl für die Schule als auch für die Volkshochschulform“, sagt sie.

Der Gewinn des Wettbewerbs besteht aus Siemens-Haushaltsgeräten im Wert von 65.000 Kronen. Der Preis birgt jedoch eine Herausforderung, da er nicht ohne Weiteres mit dem japanischen Stromsystem kompatibel ist. Daher überlegen Aona und Yuzuna Tokunaga gegenwärtig, wie sie den Gewinn am besten nutzen können.