Deutsche Minderheit

Schreibwerkstatt: Warum Schreiben noch so faszinierend ist

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Journalist
Schreiben kann den Teilnehmenden sehr viel bringen.

Cornelia Lohmann übernimmt am 23. September die Leitung des monatlichen Workshops in der Deutschen Bücherei Sonderburg. Warum die künstliche Intelligenz nicht alles übernommen hat und warum das Teilen von Texten für sie immer noch so wichtig ist.

Cornelia Lohmann (65) war schon vor zwei Jahren bei der ersten Schreibwerkstatt an der Deutschen Bücherei Sonderburg als aktives Mitglied dabei. Nun setzt sie sich einen neuen Hut auf: Sie übernimmt am 23. September die Leitung des Workshops.

Der neuen Leiterin liegt es am Herzen, andere zum kreativen Schreiben zu animieren. Das erste Treffen findet am 23. September ab 16.30 Uhr in der Deutschen Bücherei Sonderburg statt.

Das Produkt ist ganz unterschiedlich

Das Schreiben lockt schlummernde Dinge aus den Schreibenden heraus, sagt sie. „Einige schreiben sofort drauflos, andere müssen erst überlegen. Es ist einfach so faszinierend. Es ist die Vielfalt – es kommt immer was anderes dabei raus“, so Cornelia Lohmann. Die Schreibwerkstatt ist für alle, egal welchen Alters.

„Ziel ist es, zu verschiedenen Themen zu schreiben, die Schreibfreude durch gemeinschaftliche Impulse zu befördern und das Geschriebene nach Belieben miteinander zu teilen“, so Cornelia Lohmann. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wechseln sich nach Möglichkeit mit der Moderation der monatlichen Schreibwerkstatt ab.

Schreiben ist eine faszinierende Sache

Cornelia Lohmann mit Gabriele von Arnims Buch „Liebe Enkel oder die Kunst der Zuversicht"

Die gebürtige Flensburgerin kam schon als Kind jeden Sommer als Feriengast ins Königreich. Vor zwei Jahren machte die heute 65-Jährige Nägel mit Köpfen: Sie zog nach Höruphaff (Høruphav). Durch Zufall landete die frühere Buchhändlerin unter anderem auch in der Deutschen Bücherei Sonderburg.

Cornelia Lohmann hat das Schreiben schon immer geliebt: „Ich schreibe schon ein ganzes Leben lang.“ Ihre Vorgängerin Ines Neumann hat den Kursus-Teilnehmenden immer ein bestimmtes Thema gegeben. Das will Cornelia Lohmann ändern: Die Teilnehmenden selbst liefern ein Thema, ob ein Satz, ein Bild oder ein Gegenstand.

Die Frage, ob die Künstliche Intelligenz das Schreiben heutzutage nicht schon völlig übernommen hat, lässt Cornelia Lohmann mit dem Kopf schütteln: „Das wäre ungefähr so, als würde man nicht mehr Pilze sammeln gehen, weil es sie im Supermarkt zu kaufen gibt. Oder nicht mehr Wärme der Sonnenstrahlen auf der Haut spüren, weil du eine Heizung hast. All diese Dinge sind gut zu haben und helfen uns. Nicht aber sind sie zu vergleichen mit dem Echten, dem Erlebten. Dem Nachspüren, dem Finden der Wörter, dem Teilen, dem Mitteilen“, so die Leiterin der Schreibwerkstatt.

Einige schreiben sofort drauflos, andere müssen erst überlegen. Es ist einfach so faszinierend. Es ist die Vielfalt – es kommt immer was anderes dabei raus.

Cornelia Lohmann

Wer also seine Schreibkünste verfeinern möchte, der darf sich auch in den kommenden Wochen noch bei cornelia.lohmann@gmail.com anmelden.