Beruf und Ausbildung

Tondern: Erzieherstudium erneut mit stabiler Nachfrage

Veröffentlicht Geändert
Im September 2023 wurde die neue weiterführende Ausbildung am Campus Tønder gefeiert. Rektor Alexander von Oettingen steht im Kreis der Studierenden (Archivfoto).

Zum dritten Mal in Folge vermeldet der Standort Tondern der Hochschule UC Syd stabile Bewerberzahlen für das Erzieherstudium: 21 Menschen haben sich in diesem Jahr mit dem Studienwunsch an erster Stelle für die Ausbildung entschieden – ein deutliches Signal dafür, dass das regionale Studienangebot weiterhin überzeugt.

Das Erzieherstudium am University College Syd (UCSyd) in Tondern verzeichnet auch im dritten Jahr in Folge eine stabile Nachfrage: 21 Erstwunschbewerbungen wurden eingereicht. In einer Pressemitteilung der Ausbildungsstätte wird dieses Ergebnis als „Hattrick“ bejubelt, aber auch nüchtern betrachtet ist festzustellen: Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber bleibt offenbar konstant.

„Das ist einfach großartig“, freut sich UC-Syd-Rektor Alexander von Oettingen. „Die konstant hohe Nachfrage zeigt, was möglich ist, wenn Bildungsinstitutionen und Kommune so eng zusammenarbeiten wie wir hier in Tondern.“ Seit Jahren arbeitet UC Syd mit der Kommune Tondern daran, potenzielle Studierende aus dem Umland gezielt anzusprechen – mit Erfolg.

Darum ist das wichtig:

Die stabile Nachfrage sichert, dass in Kindergärten, Schulen und sozialen Einrichtungen bald qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung stehen.

Der Leitsatz „das UC Syd bildet in und für Südjütland und Nordschleswig aus“ habe insbesondere in Tondern seine Gültigkeit.

Ausbildung in der Region – für die Region

Die Mehrheit der Bewerberinnen und Bewerber kommt laut Hochschule aus der näheren Umgebung – ein wichtiger Faktor, denn die Ausbildung vor Ort schafft regionale Bindung: Durch Praktika in Kindergärten und Betreuungseinrichtungen in der Umgebung entsteht oft früh eine enge Verbindung zwischen Studierenden und Kommune.

Auch im Rathaus herrscht deshalb Freude über die stabilen Zahlen. „Die Ausbildung ist gekommen, um zu bleiben“, sagt Grethe Høyrup Nielsen, Direktorin für Kinder, Jugend und Soziales in Tondern. „Unsere Kommune braucht dringend qualifizierte Fachkräfte, und wenn wir sie hier vor Ort ausbilden können, ist das ein großer Vorteil für alle.“

Darum ist das wichtig:

Wer in Tondern lebt, profitiert von Ausbildungsmöglichkeiten direkt vor Ort – ohne lange Anreise.

Warum Tondern gerne an erster Stelle stehen darf

Besonderes Augenmerk legt UC Syd auf die sogenannten Erstwunschbewerbungen – also jene Personen, die das Studium in Tondern ganz oben auf ihrer Liste bei Studienbewerbung angegeben haben. Denn: Wer ein Studium als erste Priorität nennt, hat auch die höchste Wahrscheinlichkeit, es tatsächlich anzutreten, zeigen die Erfahrungen der Hochschule.

Bei der Bewerbung über das dänische Zulassungsportal (optagelse.dk) können Interessierte mehrere Studiengänge und Standorte wählen – UC Syd betrachtet gezielt die erste Wahl als aussagekräftigen Indikator für das reale Interesse.

Wachsende Bewerberzahlen im ganzen UC-Syd-Gebiet

Darum ist das wichtig:

Gestiegene Einschreibezahlen signalisieren eine erfolgreiche Gegenbewegung zu regionalem Fachkräftemangel.

Der positive Trend beschränkt sich nicht nur auf Tondern. Auch an den weiteren Standorten in Esbjerg, Hadersleben (Haderslev), Kolding und Apenrade (Aabenraa) ist das Bewerberaufkommen gestiegen. Insgesamt registrierte UC Syd in diesem Jahr 1.483 Bewerbungen – ein Plus von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Wer noch keinen Platz hat, kann dennoch hoffen: Ab dem 28. Juli öffnet UC Syd die Restplatzvergabe (Ledige Studiepladser). Und der Bedarf ist groß: Nach aktuellen Prognosen werden bis 2030 allein in Südjütland und Nordschleswig rund 1.400 Erzieherinnen und Erzieher fehlen. Daher gewinnt jeder Studienplatz an Bedeutung.