IN EIGENER SACHE

Mehrsprachig, medienaffin, meerverliebt: Das ist Praktikantin Athanassia

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Athanassia ist gebürtige Itzehoerin und studiert Politikwissenschaft in Hamburg.

Ihr Name bedeutet auf Griechisch „Unsterblichkeit“ – seit Anfang Mai bringt Athanassia Savvas mit ihrer Vielseitigkeit frischen Wind in die Redaktion des „Nordschleswigers“. Sie liebt das Meer, spricht mehrere Sprachen und landete in ihrer ersten Woche überraschend auf einem Konzert der „ItaloBrothers“.

„Ich wollte eine Auslandserfahrung sammeln und habe recherchiert, welche Möglichkeiten es in Dänemark gibt“, erzählt Athanassia Savvas. Die Arbeit in einer Redaktion mit Fokus auf die deutsche Minderheit sei für sie „etwas Besonderes“.

Der Weg nach Apenrade war für sie nicht weit, aber bewusst gewählt. Die gebürtige Itzehoerin studiert Politikwissenschaft an der Universität in Hamburg und ist derzeit im fünften Semester. In den kommenden Wochen freut sie sich darauf, Geschichten aus Nordschleswig zu erzählen und die „dänische Hygge“ vor Ort zu erleben.

Journalismus, Sprachen und kulturelle Vielfalt

Langfristig möchte Athanassia im Journalismus Fuß fassen. Ob Journalistenschule, Masterstudium oder Volontariat – „alles ist offen“, betont sie. Eines wurde ihr jedoch schnell klar: „Praxiserfahrungen sind in dieser Branche besonders wichtig.“

Genau deshalb hat sich Athanassia für ein freiwilliges Praktikum beim „Nordschleswiger“ entschieden – und bringt dazu bereits vielseitige journalistische Erfahrungen mit, wie unter anderem in verschiedenen Medienhäusern und in der TV-Produktion.

Athanassias Wurzeln sprießen aus gleich drei Kulturen: Ihr Vater stammt aus Griechenland, ihre Mutter aus Polen. Zu Hause ist sie dreisprachig mit Griechisch, Polnisch und Deutsch aufgewachsen – ein Privileg, das sie zu schätzen weiß: „Ich bin dankbar, mit drei Sprachen aufgewachsen zu sein. Als Kind habe ich so vielfältige Eindrücke und ein breit gefächertes Wissen erhalten.“

Doch damit ist es nicht getan: Sie spricht auch Englisch, Französisch und Spanisch. Besonders im Grenzland, wo Mehrsprachigkeit eine wichtige Rolle spielt, kommt ihr das sehr entgegen. Ihr nächstes Ziel: Dänisch im Alltag zu lernen.

Nach ihrem Zwischenstopp beim „Nordschleswiger“ geht es für ein Auslandssemester ab August weiter nach Oslo – bevor sie sich im Anschluss ihrer Bachelorarbeit widmet. Dort möchte sie sich außerdem an Norwegisch wagen. Obwohl die skandinavischen Sprachen aufgrund der verschiedenen Klänge eine Herausforderung sein könnten, reizt Athanassia genau das.

Neue Perspektiven in Dänemark

Praktikantin Athanassia möchte Dänemark näher kennenlernen.

Nicht nur sprachlich, auch kulturell zieht es die 23-Jährige in den Norden. „Man spricht hier oft von Hygge – das möchte ich selbst erleben.“ In Apenrade fühlt sie sich bereits pudelwohl: Die Nähe zum Wasser, das entspannte Lebensgefühl und noch dazu die norddeutsche Vertrautheit lassen sie schnell heimisch werden.

„Was mir schon aufgefallen ist, ist, dass man ‚Moin‘ wie in Hamburg sagt.“ Das Meer direkt vor der Haustür zu haben, ist für Athanassia ein Glückstreffer: „Das kenne ich aus der Kindheit. Es hat eine beruhigende Wirkung auf mich.“

Wenn sie ihren freien Tag nicht gerade am Wasser verbringt, ist Athanassia gerne unterwegs – ob beim Joggen in der Natur, mit Freunden oder beim Ausprobieren neuer Restaurants, insbesondere vegetarischer Gerichte. Dass ihr in Dänemark Fisch mit Kartoffeln als „vegetarisch“ verkauft wurde, nimmt sie mit Humor.

Athanassia möchte viele Ecken von Dänemark erkunden. Kopenhagen steht ganz oben auf ihrer Liste. „Ich freue mich, dass ich im Sommer hier bin“, sagt sie mit Vorfreude.

Athanassia: „Jede Geschichte ist wie ein Puzzleteil“

Im Journalismus hat man viel mit interessanten Menschen zu tun und schreibt vielseitige Geschichten. Mit jeder Geschichte lernt man dazu – fast so wie kleine Puzzleteile: Dann fügt sich alles zusammen. Am Ende hat man viele Erinnerungen an viele Orte, an denen man etwas geschrieben hat.

Athanassia Savvas

Was Athanassia am Journalismus begeistert? Darauf hat sie die passende Antwort: „Im Journalismus hat man viel mit interessanten Menschen zu tun und schreibt vielseitige Geschichten. Mit jeder Geschichte lernt man dazu.“

Das möchte sie in ihrer Zeit beim „Nordschleswiger“ vertiefen: Eigene Geschichten schreiben und die journalistische Arbeit in einem neuen Umfeld kennenlernen. „Je mehr Praxiserfahrung man sammelt, desto mehr entwickelt man auch seinen eigenen Schreibstil“, betont sie.

Schon in ihrer ersten Woche erlebte Athanassia eine amüsante Anekdote: Nach einem kurzen Besuch beim Street-Food-Festival in Apenrade landete sie völlig unerwartet auf einem Konzert der „ItaloBrothers“ – bekannt durch Hits wie „Stamp On The Ground“. „Ich habe sie auf den ersten Blick nicht erkannt und war dann plötzlich auf einem Konzert“, erzählt sie mit einem Augenzwinkern.

In den kommenden Wochen hält Nordschleswig viele Geschichten für Athanassia bereit, die nur darauf warten, von ihr erzählt zu werden.

Für Athanassia steht ein Familienbesuch in Griechenland und Polen an.