Handball

SønderjyskE-Handballerinnen in der Endrunde chancenlos

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Zu viel lastete auf den Schultern von Melissa Petrén.

Die dezimierte SønderjyskE-Mannschaft ist gegen die besten Mannschaften Dänemarks derzeit nicht konkurrenzfähig. Der Trainer ärgert sich über die vielen Ausfälle.

Die ohnehin minimale Chance auf den Halbfinal-Einzug ist nach zwei von sechs Spieltagen der Meisterschafts-Endrunde fast schon futsch. Nach dem 26:36 gegen Team Esbjerg gab es für die SønderjyskE-Handballerinnen die nächste Packung beim 22:33 gegen Ikast Håndbold.

Selbst in Bestbesetzung hätte SønderjyskE über sich hinaus wachsen müssen, um im Konzert der Großen für eine Überraschung zu sorgen. In der aktuellen Verfassung ist die dezimierte SønderjyskE-Mannschaft überfordert und chancenlos.

Berechtigung bewiesen

„Wir haben über 26 Spiele gezeigt, dass wir in der Endrunde unsere Berechtigung haben, obwohl die Saison von vielen Ausfällen geprägt gewesen ist. In der aktuellen Verfassung sind wir aber zu verwundbar. Wir hätten auch in Bestbesetzung gegen zwei europäische Topmannschaften auf die Mütze bekommen können, aber ich finde es schade, dass wir nicht die Mannschaft haben, die wir in den ersten 23 Saisonspielen hatten – mit der hätten wir die Möglichkeit gehabt, etwas zu reißen“, sagt SønderjyskE-Trainer Peter Nielsen zum „Nordschleswiger“.

Sarah Paulsen, Louise Ellebæk, Filippa Nyman, Ida Lagerbon und Pernille Johannsen fehlen, während Spielerinnen wie Line Uno und June Bøttger erst auf dem Weg zurück sind.

Die Hellblauen taten sich anfangs ungemein schwer, die körperlich starke Ikast-Deckung zu knacken. Lediglich zwei Tore sprangen in der ersten Viertelstunde heraus. SønderjyskE wurde im Sieben gegen Sechs torgefährlicher, war aber mit dem 10:15-Rückstand zur Pause noch gut bedient.

Erhöhte Torfrequenz

Das Sieben gegen Sechs erhöhte die Torfrequenz, nicht nur die eigene, sondern auch die des Gegners. Das Risiko wurde oft im direkten Gegenzug mit einem Treffer ins leere Netz bestraft.

„Ich kann die Abwehr nicht genug loben, aber es frustriert mich, dass wir das Sechs-gegen-Sechs-Spiel, was wir eingehend trainiert haben, nach einer Viertelstunde wieder wegwerfen mussten. Das Sieben gegen Sechs hat uns auch Gegentore eingebracht, aber wenigstens sind wir so zu Torerfolgen gekommen. Das war das einzige Werkzeug, das wir hatten“, so Peter Nielsen.

Melissa Petrén (10/2), Olivia Simonsen (4), Nicoline Olsen (4), Lea Hansen (3), und Ida-Marie Dahl (1) erzielten die Tore für SønderjyskE.