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Dienstag, 28. März 2017

Region setzt 2017 zur Entsorgung von Altlasten 8,1 Millionen Kronen ein

Der Geschäftsausschuss des Regionsrates Süddänemark stellt die Weichen für den Einsatz zur Beseitigung von Chemiealtlasten.

Nach Abschluss der Anhörungsphase stellt der Geschäftsausschuss des Regionsrates Süddänemark die Weichen für den Einsatz zur Beseitigung von Chemiealtlasten. Die Bodenverunreinigung ist einer der Zuständigkeitsbereiche, die nach der Auflösung der Ämter 2006   an die Regionen übertragen worden sind. Der Region Süddänemark stehen in diesem Jahr 8,2 Millionen Kronen zur Vorbereitung von Maßnahmen gegen Altlasten zur Verfügung. 

Entsprechend der neuen Strategie der Region gegen Bodenverunreinigungen stehen weiter Maßnahmen gegen Altlasten im Mittelpunkt, bei denen es um die Abwendung von Gefahren für das Grundwasser geht. Auch sind Maßnahmen rasch erforderlich, wenn zum Beispiel Dämpfe aus Chemiealtlasten in Gebäude eindringen können. 

In diesem Jahr werden nach Plänen der Region 34 „weitergehende Untersuchungen“ und zwei neue Säuberungen von Schadstoffdepots in Angriff genommen. Unter den angepeilten Untersuchungen werden auch Vorhaben in Scherrebek, Sonderburg und Tondern genannt. Allein elf Vorhaben liegen in  Svendborg. Bei der Region werden auch zwei Fälle in Angriff genommen, bei denen es ein Kontaktrisiko hinsichtlich Chemiealtlasten gibt. Es handelt sich dabei um Gartengelände, deren Nutzung mit Vergiftungsrisiko verbunden ist. Es wird bei einigen der möglichen Vorhaben auch untersucht, ob es Risiken gibt, dass Schadstoffe in Oberflächengewässer gelangen können, sowohl an Seen und Bächen als auch an Küstenabschnitten. 
Die Region weist darauf hin, dass die Voruntersuchungen für die Grundbesitzer nicht mit Verpflichtungen verbunden sind. Allerdings muss sofort eine Gefahrenabwehr eingeleitet werden, wenn akute Gefahren festgestellt werden. 

Im Rahmen der Anhörung hat die Kommune Sonderburg mitgeteilt, dass sie sich von Seiten der Region weitere Untersuchungen im Bereich Himmark Strand auf der Insel Alsen wünscht. Dort waren in der 1950er und 1960er Jahren Abwässer aus der Produktion der Danfoss-Fabriken in den Kleinen Belt geleitet worden. Noch zu Zeiten des Amtes Nordschleswig war mehrfach auf  Umweltbelastungen durch chlorierte Kohlenwasserstoffe hingewiesen worden, die u. a. zur Entfettung von Werkstoffen verwendet worden waren und mit dem Abwasser im Bereich Himmark landeten. Es wurden immer wieder auch Giftstoffe im Schlamm des Kleinen Beltes festgestellt.

Aktuell leitet die Region keine Maßnahmen in dieser Angelegenheit ein. Es gibt auch keine Angaben, welche Risiken mit der Altlast auf Alsen und angrenzenden Gewässern verbunden sind. 

Größter Brocken Giftmüll in Kærgård Klitplantage Die Region Süddänemark hatte seit Beginn ihrer Tätigkeit zur Beseitigung von Altlasten hauptsächlich mit der Entsorgung der größten Giftmülldeponie Dänemarks in den Dünen der Kærgård Kliplantage westlich von Varde unmittelbar am Nordseestrand zu kämpfen. Dort waren in den Jahren 1965 bis 1973 nicht weniger als 286.000 Kubikmeter Abwässer und Abfallstoffe aus der Produktion des Chemie- und Pharmaunternehmens Grindstedværket versenkt worden. Es lagern dort bis heute noch tonnenweise quecksilber- und zyanidhaltige Abfälle, Öle und besonders giftige chlorierte Kohlenwasserstoffe. 

Wegen des Aussickerns von Giften besteht im angrenzenden Strandabschnitt seit 1964 ein Badeverbot. 

Bisher sind erst 7.500 Tonnen stark belastetes Erdreich und Schlamm entfernt worden. Die Kosten von 50 Millionen Kronen hatten sich das Umweltministerium und die Region geteilt. 

Ende Februar hatten alle 41 Mitglieder des Regionsrates in Vejle eine Resolution verabschiedet, die den dänischen Staat dazu auffordert, sich an den Kosten von rund 100 Millionen Kronen zu beteiligen, die erforderlich sind, um die Altlastdeponie an der Nordsee ganz zu entsorgen. „Wir können nicht nachfolgende Generationen dafür zahlen lassen, was andere uns aufgebürdet haben“, erklärte der Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Bodenverunreinigung und Rohstoffe im Regionsrat, Jørn Lehmann Petersen (Soz.). „Wir müssen bei dieser hässlichen Geschichte in der Klitplantage handeln. Eine Partnerschaft mit dem Staat, der Touristikbranche und der Kommune Varde ist nötig, damit die Einschränkungen bei der Nutzung des Gebietes beseitigt werden können“, so Lehmann-Petersen, der in Broacker beheimatet ist. 

Volker Heesch

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