Deutsche Minderheit

Minderheit 2018: Finanzierung der Verbände steht zur Debatte

Sara Wasmund
Sara Wasmund Hauptredaktion
Apenrade/Aabenraa
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Hinrich Jürgensen Foto: Cornelius von Tiedemann

Der Hauptvorsitzende des Bundes Deutscher Nordschleswiger, Hinrich Jürgensen, wirft einen Blick auf die Aufgaben für 2018.

Die weiterhin offenen Haushaltsverhandlungen in Berlin, die Finanzierung der Verbände und diverse Neuwahlen auf der Delegiertenversammlung im Mai – die deutsche Minderheit in Nordschleswig steht in 2018 vor diversen Herausforderungen.

Das sagt der Hauptvorsitzende des Bundes Deutscher Nordschleswiger, Hinrich Jürgensen, mit Blick voraus ins just begonnene neue Jahr. „Wir haben ein paar Herausforderungen in 2018, das wird ein spannendes Jahr für die Minderheit“, sagt Jürgensen.

Zum einen ist offen: die Finanzierung des Umbaus des deutschen Museums in Sonderburg. Gelder dafür sind im Haushalt der Bundesregierung für 2018 zwar reserviert – doch durch die weiterhin offenen Regierungsverhandlungen nach der Bundestagswahl in Berlin bleibt der veranschlagte Haushalt weiter nicht verabschiedet.

BDN und GroKo

„Wir haben zwar die vorläufige Zusage, und auch in Kopenhagen sind Gelder beantragt. Doch um mit den Planungen, in welchem Umfang und wann die Renovierung stattfindet, beginnen zu können, müssen wir ja auf die offizielle Bewilligung warten.“

Dass in Berlin Gespräche über eine Fortsetzung der Großen Koalition laufen, ist Jürgensen nicht unwillkommen. „Die Große Koalition hat den vorläufigen Haushalt ja gestaltet. Sollte diese Regierung zustande kommen, dann wäre der Haushalt vermutlich schneller verabschiedet als in einer anderen Regierungskoalition oder gar bei Neuwahlen.“

Auch innerhalb der Minderheit müssen 2018 Finanzierungsfragen neu beantwortet werden. Zwar steht nicht die Festbetragsfinanzierung der Verbände als solche zur Debatte – wohl aber die Höhe der einzelnen Beträge.

„Die Summen, die den Verbänden zur Verfügung stehen, müssen diskutiert werden. Da gibt es doch so manche Schieflage, und da müssen wir intern auf unsere Ökonomie gucken“, sagt dazu Hinrich Jürgensen.

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