Toftlund-Geestrup-Weg

Denkmalgeschützte Brücke zerstört

Monika Thomsen
Monika Thomsen Journalistin
Toftlund
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Die neue Brücke über den Fiskbæk. Foto: Tenna Kristensen

Der Schwarze Peter liegt anscheinend beim Beratungsunternehmen Cowi. Die Kulturbehörde entscheidet über den weiteren Verlauf.

Eine historische und denkmalgeschützte Brücke über den Fiskbæk auf dem Toftlund-Geestrup-Weg ist im Zuge von Renovierungsarbeiten abgebrochen worden. Über die Brücke wurden früher Ochsen getrieben. Dort gibt es nun eine neue Lösung mit einem riesigen Rohr und kleinen Feldsteinen. Auftraggeber für die Instandsetzung ist die Kommune Tondern.

Bürger aus dem Lokalbereich haben den nordschleswigschen Museumsverbund auf diese Tatsache aufmerksam gemacht. „Es handelte sich um eine Brücke aus alten Feldsteinen. Sie ist 2003 renoviert und teils mit Beton bekleidet worden. Das ist das erste Mal in meiner Laufbahn, dass ich das mitmache. Ich glaube, es handelt sich um einen Fehler“, erläutert Museumsinspektorin Tenna Kristensen auf Anfrage. Sie hat die Schloss- und Kulturbehörde eingeschaltet. „Es eine traurige Angelegenheit. Der Sinn dabei, Monumente der Vergangenheit unter Denkmalschutz zu stellen, ist ja, dass sie in alle Ewigkeit unberührt da stehen können, damit alle sich daran erfreuen können. Es ist sehr unglücklich und bedauerlich, dass es passiert. Ich denke nicht, dass es sich um einen bewussten Fehler handelt, sondern vielmehr, dass es ein Schnitzer ist“, so Kristensen. Die Entscheidung, inwieweit die Brücke wiederhergestellt werden solle, liege bei der Kulturbehörde.

So sah die fünf Meter lange Doppelkammer-Brücke anno 2016 aus. Foto: Tenna Kristensen

Missverständnis

„Den genauen Hintergrund kenne ich nicht. Soweit ich es verstanden habe, handelt es sich um ein Missverständnis im Verhältnis zum Beratungsunternehmen“, erklärt der Vorsitzende des Technischen Ausschusses, Bo Jessen (Venstre). Demzufolge hätte das Beratungsunternehmen Cowi nicht gewusst, beziehungsweise hätte nicht ausreichend untersucht, dass die Brücke unter Denkmalschutz stand. „Cowi ist darauf nicht aufmerksam gewesen, und es wurde ein Fehler begangen. Das Geschehene ist sehr bedauerlich.

Insbesondere wenn man sich mit einem Beratungsunternehmen verbündet hat“, so Jessen, der sagt, dass die Kommune Museum Sønderjylland und die Kulturbehörde informiert hat. Zudem ist der ausführende Unternehmer gebeten worden, von dem betagten Material zu retten, was zu retten ist.

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