In musikalischer Mission

Frühlingsstart mit den Kultouristen

Ute Levisen
Ute Levisen Lokalredakteurin
Hadersleben/Haderslev
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Die Kultouristen zeigten in ihrer Matinee Frühlingsgefühle und erhielten viel Applaus. Foto: Ute Levisen

Witzige Lieder, Anekdoten und Gedichte standen am Wochenende in der Deutschen Bücherei Hadersleben auf dem Programm. Die vier Kultouristen waren zu Gast. Ihr Motto: „Frühlingsgefühle“.

Sie verirren sich leider nicht allzu oft in die Domstadt – die vier Kultouristen Marion Petersen, Dieter Søndergaard, Hauke Wattenberg und Helmuth Petersen. Aber wenn, dann mit Furore!

Am vergangenen Wochenende stimmten sie die Besucher in der Deutschen Bücherei Hadersleben am Aastruper Weg 9 auf Einladung des Ortsvereins des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN) und deutscher Bücherei verbal und vokal auf den Frühling ein. Dieser erfrischende Einstieg stand – zumindest passend zum Kalender – unter dem Motto „Frühlingsgefühle“. Witzige Anekdoten, nachdenklich stimmende literarische Episoden, hie und da ein Gedicht, begleitet von einem Lied – stets gekonnt dargeboten von den bühnenerprobten Kultouristen, die auch als Kabarettisten im „Heimatmuseum“ kulturell und politisch Interessierten ein Begriff sein mögen: Die Formation nimmt – in der Regel alle zwei Jahre wieder – mit ausgesprochener Liebe zum Detail und nahezu fotografischem Gedächtnis die Macken der deutschen Minderheit liebevoll auf die Schippe.

Am vergangenen Sonnabend waren die fantastischen Vier vornehmlich in musikalischer Mission unterwegs. Zeitgenössisches Liedgut hatte Gitarrist Dieter Søndergaard ausgewählt, Songs des leider viel zu früh von uns gegangenen Roger Cicero sowie von Johannes Oerding zählten dazu. Das Repertoire traf nicht nur den Zeitgeist, sondern auch den Geschmack des Publikums, das sich übrigens aus verschiedenen Generationen zusammensetzte.

Lob von allen Seiten

„Das war ganz wunderbar“, lobte Gastgeberin und Büchereileiterin Monika Knutzen, als sie dem Quartett zum Applaus der Zuschauer Blumen des Dankes überreichte.

Auch Ortsvereinsvorsitzende Sabina Wittkop-Hansen war voll des Lobes für die Vier – und nicht zuletzt für das Kleid von Marion Petersen: „Kleider wie dieses – davon braucht die Minderheit einfach viel, viel mehr!“, schwärmte sie.
Wann es ein Wiedersehen mit den Kultouristen in der Domstadt geben wird, ist noch offen und sei, wie die Ortsvorsitzende bedauernd feststellte, letztlich eine Frage des Geldes.

Kein Problem, versicherte Helmuth Petersen: „Wenn wir mehr kommen dürfen, dann auch gern für weniger!“ – Das ist doch mal ein Wort!

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