Verkehr

Neuer Blitz-Rekord in Dänemark

cvt/Ritzau
Kopenhagen
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Ein Beamter in einem sogenannten ATK-Fahrzeug (Archivbild). Foto: Rigspolitiet

Im abgelaufenen Jahr sind in Dänemark so viele Autofahrer wie noch nie geblitzt worden. Die Anzahl der Verkehrstoten blieb stabil.

Die Geschwindigkeitskontrollen der Polizei haben im Jahr 2017 zu nicht weniger als 554.724 Bußgeldern wegen überhöhter Geschwindigkeit in Dänemark geführt. Das berichtet Jyllands-Posten. Insgesamt flossen dadurch rund 750 Millionen Kronen in die Staatskasse. Ein Anstieg um zwölf Prozent gegenüber 2016.

Der Interessenverband der Autofahrer, FDM, kritisiert das. Die Blitzer würden eingesetzt, um möglichst viel Geld zu machen, nicht, um die Sicherheit zu erhöhen. „Wir sind der Meinung, dass die Polizei ihre Fotowagen auf Wegstrecken einsetzen sollte, wo es tatsächlich gefährlich ist, schnell zu fahren. So macht man es im Ausland“, sagt FDM-Jurist Dennis Lange zu Jyllands-Posten. „Hierzulande nutzen die Polizeikreise die Fotowagen meisten da, wo die meisten Strafen ausgestellt werden können, nicht wo es am gefährlichsten ist“, meint er.

Polizei weist Vorwürfe zurück

Seit 2013, wo es 292.000 Bußgelder gab, ist die Anzahl der ausgestellten Bußgelder stetig gestiegen. Das liegt unter anderem auch daran, dass die Polizei 2015 die Anzahl der mobilen Blitzer von 25 auf 100 erhöht hat. Zugleich ist die Anzahl der Verkehrstoten seit 2012 allerdings nicht gesunken. Doch davon, dass die Blitzer lediglich eine Geldmaschine seien, will die Reichspolizei nichts hören.

„Die Wagen werden ganz bewusst dort eingesetzt, wo wir analysiert haben, dass das Unfallrisiko am größten ist“, so der Verkehrspolizist Christian Berthelsen zu Jyllands-Posten. In Zukunft soll die Anzahl der mobilen Blitzer wieder reduziert werden, stattdessen sollen mehr unbemannte stationäre Blitzanlagen errichtet werden.

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