Umweltminister in Brüssel

Dänemark will Schweinepest zur EU-Angelegenheit machen

Ritzau/pl
Kopenhagen/Brüssel
Zuletzt aktualisiert um:
Esben Lunde Larsen (Venstre). Foto: Scanpix

Lebensmittel- und Umweltminister Esben Lunde Larsen ist am Montag nach Brüssel gereist, um die Mitgliedsstaaten von einem gemeinsamen Handlungsplan gegen die Schweinepest zu überzeugen. Er fürchtet vor allem finanzielle Einbußen beim Export.

Dänemarks Lebensmittel- und Umweltminister Esben Lunde Larsen (V) hat die EU in Sachen afrikanischer Schweinepest auf den Plan gerufen. Die Gemeinschaft müsse den gemeinsamen Einsatz in dieser Sache erheblich verstärken. Der Minister fuhr dafür am Montag nach Brüssel.

Viele Milliarden Export-Kronen würden in einer ganzen Reihe von europäischen Ländern auf dem Spiel stehen, wenn die Schweinepest sich weiterhin ausbreite, so der Minister. Konkret fordert er, dass eine internationale Expertengruppe beauftragt wird, um einen erweiterten Plan dafür auszuarbeiten, wie die Schweinepest bekämpft und ausgerottet werden kann.

„Wir sehen weiterhin neue Fälle, daher muss die EU nun reagieren“, so der Venstre-Minister mit dem Hinweis, dass die Pest ein gemeinsames Problem sei, das den Schweineexport der EU treffen könnte.

Daher müsse man einen Plan haben, wie man diese auf europäischem Gebiet bekämpfen kann. Esben Lunde Larsen denkt dabei u. a. an weit verbreitete Wildzäune, Vorbeugemaßnahmen beim Transport und bereitgestellte EU-Mittel für Forschung.

Generell solle die Politik der EU besser gerüstet werden, um den Ausbruch von Tier und Pflanzenkrankheiten einzudämmen und zu bekämpfen. Er, so der Minister wolle da kein Risiko eingehen, und das dürfe die EU auch nicht.

Mehr lesen