Literatur

Buchbesprechung: Nennt mich Rembrandt

Buchbesprechung: Nennt mich Rembrandt

Buchbesprechung: Nennt mich Rembrandt

Harro Hallmann
Apenrade/Aabenraa
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Das Cover zeigt Rembrandt van Rijns Selbstbildnis mit Samtbarett und einem Mantel mit Pelzkragen von 1634, Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie, Berlin. Foto: Privat

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Harro Hallmann erklärt in seiner Buchbesprechung, was das Werk „Nennt mich Rembrandt“ lesenswert macht.

Als der junge Maler Rembrandt van Rijn (1606–1669) im Jahr 1631 von Leiden in die florierende Kulturmetropole Amsterdam zog, gelang ihm innerhalb weniger Jahre der Durchbruch auf dem größten – aber auch am härtesten umkämpften – Kunstmarkt der Welt. Mit seiner erstaunlich breiten Bildproduktion von Porträts, Landschaften, Historienbildern, Genreszenen und Stillleben erlangte er internationalen Ruhm und fand seinen unverwechselbaren dramatisch erzählenden Stil.

Beleuchtet wird dies in dem großartigen Buch „Nennt mich Rembrandt“, welches auch Katalog der gleichnamigen Ausstellung im Städel Museum in Frankfurt ist. Ausstellung und Buch zeichnen die entscheidenden Jahrzehnte von Rembrandts Laufbahn nach.
 

Stephanie Dickey & Jochen Sander (Hrsg.), Nennt mich Rembrandt. Kreativität und Wettbewerb in Amsterdam 1630–1655, 384 Seiten, 310 Abbildungen in Farbe, 24 x 30,5 cm, gebunden Hardcover, 49,90 €.

Das Buch enthält eine Reihe kurzer Texte, die sich mit Themen beschäftigen wie: Rembrandts Durchbruch in Amsterdam, Rembrandts Amsterdam, Rembrandt als Marke, Rembrandt und der Amsterdamer Kunstmarkt, Porträts des Wohlstands, Rembrandt und die Landschaft. In weiteren Kapiteln geht es um Werke oder Motive, wie „Starke Frauen“, „Glanzvolle Historien“, „Engelsboten“ und „Das Leben Christi“.

Das Cover zeigt Rembrandt van Rijns Selbstbildnis mit Samtbarett und einem Mantel mit Pelzkragen von 1634, Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie, Berlin. Foto: Privat

Die Ausstellung, die vom 6. Oktober 2021 bis zum 30. Januar 2022 im Städel Museum zu sehen ist, zeigt Rembrandts Aufstieg zu internationalem Ruhm in seinen Jahren in Amsterdam. Die Schau vereint den Städel-Bestand an Werken Rembrandts, darunter die Blendung Simsons (1636), mit herausragenden Leihgaben internationaler Sammlungen u. a. aus dem Amsterdamer Rijksmuseum, der Gemäldegalerie Berlin, der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden, der National Gallery in London, dem Museo del Prado in Madrid oder der National Gallery of Art in Washington. Aber auch Statens Museum for Kunst ist Leihgeber. Darüber hinaus tritt Rembrandts Kunst in einen unmittelbaren Dialog mit den Meisterwerken der älteren und jüngeren Künstler seiner Zeit, darunter Nicolas Eliasz. Pickenoy und Bartholomeus van der Helst oder die Rembrandt-Schüler Govaert Flinck und Ferdinand Bol.

Weitere Informationen zur Ausstellung: www.staedelmuseum.de.

Harro Hallmann ist Kommunikationschef des Bundes Deutscher Nordschleswiger und schreibt gelegentlich Gastbeiträge über Kunst für den „Norschleswiger“.

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