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Krankenhäuser: Notbereitschaft steht

cvt/Ritzau
Kopenhagen
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Krankenpfleger
Foto: Scanpix

Keine Hilfe in der Notaufnahme, weil gestreikt wird? Dänemark steht vor einem massiven Arbeitskampf. Die Regierung will öffentliche Angestellte aussperren, Gewerkschaften streiken. Auch die Krankenhäuser sind betroffen. Jetzt haben sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf das Vorgehen in Sachen Notbereitschaft geeinigt.

Ärzte und Krankenpfleger haben sich mit den dänischen Regionen auf einen Plan für Notbereitschaften in Zeiten des Arbeitskampfes geeinigt. Das teilt der Verband der Regionen, die in Dänemark für weite Teile des Gesundheitswesens zuständig sind, in einer Pressemitteilung mit.

Somit können jetzt sämtliche Krankenhäuser im Lande ihre Notbereitschaften aushandeln und planen. Dabei soll sichergestellt werden, dass Notfallpatienten behandelt werden. Dazu zählen auch Krebspatienten und Schwangere.

Am 4. April sollen die Streiks der Gewerkschaften der in Kommunen, Regionen und staatlich Beschäftigten beginnen. Die öffentlichen Arbeitgeber haben auf die Ankündigung der Streiks mit der Ankündigung umfassender Aussperrungen reagiert. Bis zu 440.000 Beschäftigte wären von dem Konflikt betroffen.

Laut ausgehandeltem Plan für die Notbereitschaften soll jedes Krankenhaus einen eigenen Plan vorlegen, welche Mitarbeiter der Bereitschaft angehören sollen. Dies sei lokal deutlich besser zu organisieren als zentral, sagt Anders Kühnau, Chefunterhändler der dänischen Regionen. Der Verband der jungen Ärzte, Yngre Læger, sieht durch die von den Regionen angedrohte Aussperrung unterdessen große Belastungen auf die Ärzte zukommen, sagt die Vorsitzende Camilla Rathcke.

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