Region Süddänemark

Bios stand nicht nur bei Mitarbeitern in der Kreide

Ritzau/jrp
Vejle
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Foto: Ambulance Syd

Der im vergangenen Jahr in Konkurs gegangene holländische Rettungsdienstanbieter, Bios, hatte neben Lohnzahlungsrückstände auch beim Fährunternehmen Fanø-Færgen ausstehende Kosten.

Bios, der im vergangenen Jahr in Konkurs gegangenen Rettungsdienstanbieter in der Region Süddänemark hatte nicht nur bei den Mitarbeitern Lohnzahlungsrückstände in Millionenhöhe, sondern stand unter anderem auch bei dem Fährunternehmen Fanø-færgen. Das geht aus Unterlagen hervor, die die Bios-Konkursverwalter zusammengestellt haben und auch dem Medienhaus Danmarks Radio (DR) vorliegen.

In dem Bericht zeichnet sich das Bild eines schon lange vor dem eigentlichen Konkurs nicht mehr zahlungsfähigern Unternehmens. Deshalb wollen die Konkursverwalter auch die Forderungen in Höhe von 63,1 Millionen Kronen, die die Region nach der Rettungsdiesntübernahme erhielt, nicht aus dem Bios-Insolvenztopf zahlen. Sie kommen zu dem Schluss, dass die Region schon viel früher hätte den Vertrag mit dem niederländischen Bios kündigen müssen (wir berichteten). Dann, so die Ansicht der Konkursverwalter, wäre das große Fiasko, in dem Bios und Region nun steckten, ausgeblieben. Deshalb müsse die Region Süddänemark für die noch ausstehenden Kosten aufkommen, erklären die Verwalter.

Neben den Fähranbietern, die die Retter auf die Inseln gebracht haben, sind auch Lieferanten von Fahrzeugen und Ausstattung von dem Konkurs betroffen.
Insgesamt belaufen sich die Schulden auf über 63 Millionen Kronen.

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