SP-Wahlkampf

Leitartikel

Zweisprachige Politik

Apenrade/Aabenraa Die Schleswigsche Partei setzt bei Plakaten, Wahlsprüchen und Leserbriefen verstärkt auf die dänische Sprache und den nordschleswigschen Dialekt. Aber sie darf auch ihre Wurzeln, die Wähler der Minderheit, nicht vergessen. Anzeigen im Nordschleswiger oder eine W!R-Beilage allein reichen nicht aus. Es muss auch ein Gefühl rüberkommen, dass  die Kandidaten für „mich“ da sind, dass auch jeder in der Minderheit sich angesprochen fühlt. Ein mühsames, aber notwendiges politisches Handwerk, meint Chefredakteur Gwyn Nissen.

DIESE WOCHE IN KOPENHAGEN

Trouble im Paradies: Die reichen Betrüger gehören an den Pranger

Kopenhagen Die „Paradise Papers“ belegen erneut, wie Reiche und internationale Firmen Steuern hinterziehen. Es kann nicht angehen, dass es eine „Schattenwelt der Superreichen“ gibt, die sich eines organisierten Systems des Betruges bedient. Dänemark muss sich auch in der EU dafür einsetzen, dass diese Schlupflöcher geschlossen und Täter bestraft werden, meint der Leiter des Kopenhagener Sekretariats der deutschen Minderheit in Dänemark, Jan Diedrichsen.

Diese Woche in Kopenhagen

Zukunft der Menschenrechte – Dänemark an der Spitze des Europarates

Kopenhagen Wer hätte das gedacht: Die Menschenrechte geraten weltweit ins Wanken – und Dänemark rüttelt mit. Dabei sind es gerade die Menschenrechte, die Menschen von der Flucht vor Armut oder Verfolgung abhalten können, sagt Jan Diedrichsen, Leiter des Sekretariats der Deutschen Volksgruppe in Kopenhagen und Leiter der Vertretung des Schleswig-Holsteinischen Landtages bei der Europäischen Union in Brüssel.

DIESE WOCHE IN KOPENHAGEN

Russland militärisch die Stirn bieten – oder Liebesgrüße nach Moskau?

Kopenhagen Dänemark setzt derzeit auf ein aggressives Auftreten gegen Russland. Doch eine Aufrüstung biete keine Lösung - Dänemark solle neben der Milliarden-Steigerung des Militärhaushaltes, wieder in die Fähigkeiten investieren, in denen man früher absolute Weltklasse war: Entwicklungshilfe und Krisenprävention und Demokratieaufbau, meint der Leiter des Kopenhagener Sekretariats der deutschen Minderheit in Dänemark, Jan Diedrichsen.

Leitartikel

Von Apenrade bis Katalonien

Apenrade/Aabenraa In der Folketings-Debatte war aus dem Munde von Lars Løkke, der fast eine Kommunalwahlkampf-Rede hielt, auch der Name Apenrade zukunftsträchtig zu hören, doch viel mehr wurde ein ganz anderer Ort, eine Region fernab von Dänemark diskutiert: Katalonien. Allerdings, der Staatsminister pochte auf das souveräne Recht der Nicht-Einmischung von außen und war auch nicht bereit, das spanische Vorgehen in Katalonien zu kritisieren. Wissend, dass Pandoras Büchse auch im Nordatlantik unterwegs ist, meint Siegfried Matlok.

Diese Woche in Kopenhagen

Kiel und Kopenhagen glänzen – Erbil und Barcelona zittern

Kopenhagen Während sich im Grenzland zufriedene Minderheiten-Idylle breit macht, ist die Frage des Zusammenlebens der verschiedenen Nationen, Volksgruppen und Minderheiten ein Thema das derzeit in Europa und weltweit für erheblichen Sprengstoff sorgt, meint der Leiter des Kopenhagener Sekretariats der deutschen Minderheit in Dänemark, Jan Diedrichsen. Ihm zufolge ist es an der Zeit sich darüber Gedanken zu machen, wie man den Regionen und den Minderheiten eine Perspektive bieten kann, wenn es um die Zukunft Europas geht.

Diese Woche in Kopenhagen

Rot-Blaue Balzrufe – kein Platz für humanistische Nebenbuhler

Kopenhagen Die Parteitagsrede der sozialdemokratischen Parteichefin, Mette Frederiksen,hätte auch das Herz eines jeden DF-Mitgliedes erwärmt, meint der Leiter des Kopenhagener Sekretariats der deutschen Minderheit in Dänemark, Jan Diedrichsen. Der politische Kurs frederiksens ist ihm zufolge klar: Das Staatsministerium wird mit innenpolitischen Themen gewonnen - gemeinsam Hand in Hand mit der Dänischen Volkspartei.

Diese Woche in Kopenhagen

Parallele Wirklichkeiten – Minderheitenpolitik unter Anklage

Kopenhagen Rumänien wehrt sich mit einer Klage gegen die Minority Safepack Initiative der FUEN. Auch aus Ungarn könnte eine ähnliche Klage drohen. Der Leiter des Kopenhagener Sekretariats der deutschen Minderheit in Dänemark, Jan Diedrichsen, appelliert an die politischen Kanäle in Berlin und Kopenhagen, sich mit den Politikern in Bukarest auszutauschen, damit die Weiterentwicklung der Minderheitenpolitik in Europa nicht ausgebremst wird.

Diese Woche in Kopenhagen

Gefühlte Sicherheit

Kopenhagen Dänemark ist statistisch gesehen so sicher wie nie zuvor. Trotzdem wird die Forderung laut, dass Soldaten Polizeiaufgaben übernehmen sollen. Leider sei Dänemark mit Siebenmeilenstiefel auf dem Weg zu einer Misstrauensgesellschaft. Mit Diskussionen über Soldaten, die in den Fußgängerzonen patrouillieren, beschleunigen wir eine gesellschaftliche Entwicklung, die zerstöre, was Dänemark in Jahrzehnten aufgebaut habe, meint der Leiter des Kopenhagener Sekretariats der deutschen Minderheit in Dänemark, Jan Diedrichsen. 

Diese Woche in Kopenhagen

Begeistert aus der Krise

Kopenhagen Entgegen jeder Vermutung zeigen EU-Statistiken, dass die Dänen der EU positiver eingestellt sind als viele andere Bevölkerungen in Europa. Dass die großen Aufgaben in Brüssel in guten Händen sind, scheint die Dänen zu überzeugen. Sie überlassen die Innenpolitik den Politikern auf Christiansborg – die große Politik wird in Brüssel gemacht. Doch ein wenig mehr EU-Engagement der dänischen Politik wäre wünschenswert, meint der Leiter des Kopenhagener Sekretariats der deutschen Minderheit in Dänemark, Jan Diedrichsen.

Leitartikel

(Vor-)Geschichte zum 1:1

Apenrade/Aabenraa Im Juni 1992 stimmten die dänischen Spieler überglücklich – aber wohl auch unter etwas Alkoholeinfluss stehend das Schlachtlied an: „Deutschland, Deutschland – alles ist vorbei.“ 25 Jahre nach dem Triumph in Göteborg hat sich auch im deutsch-dänischen Verhältnis so vieles entscheidend verändert – und erfreulicherweise nicht nur auf dem Rasen, wo der Fußball-Weltmeister in Brøndby trotz einer B-Elf herzlich empfangen wurde, meint Siegfried Matlok.

Diese Woche in Kopenhagen

Steuern – Støjberg – Sommerferien

Kopenhagen Sozialdemokraten und Dänische Volkspartei gehen gemeinsam zum Angriff auf die Regierungspartei Venstre über. Zudem steht Integrationsministerin Inger Støjberg unter Beschuss. Lars Løkke Rasmussen hat es derzeit wahrlich nicht einfach, meint Jan Diedrichsen, der Leiter des Kopenhagener Sekretariats der deutschen Minderheit: Keine politische Initiative sei in Sicht, die ihm dabei helfen könnte, den Eindruck zu zerstreuen, er habe kein politisches Projekt oder Plan für Dänemark.

Diese Woche in Kopenhagen

Grenzkontrolle aufheben – aber wie lösen wir die Probleme?

Kopenhagen Die Grenzkontrollen sollen laut EU-Kommission Schritt für Schritt aufgehoben werden. Natürlich handelt es sich bei der aktuellen Grenzkontrolle um sogenannte Symbolpolitik, meint der Leiter des Kopenhagener Sekretariates der deutschen Minderheit, Jan Diedrichsen. Dennoch bleibe ein Problem: Wir haben keine Lösung, wie zukünftig mit steigender Einwanderung und weltweiten Flüchtlingsbewegungen umgegangen werden soll.