Trinkwasserkontrollen

Umweltbehörde verteidigt neue Trinkwasservorschrift

Volker Heesch
Volker Heesch Hauptredaktion
Kopenhagen
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Foto: dpa

Verband der dänischen Wasserwerke weist Beschwichtigungsversuch von „Miljøstyrelsen“ zurück. Vorschriften sorgen für Unklarheit.

Nachdem die Präsidentin des Naturschutzverbandes Danmarks Naturfredningsforening, Ella Maria Bisshop-Larsen gegen neue Trinkwasservorschriften protestiert, die eine Überprüfung des Wassers auf weniger Schadstoffe als bisher vorschreiben, versucht die staatliche Umweltbehörde „Miljøstyrelsen“ zu beschwichtigen. In einer Pressemitteilung der Behörde heißt es, dass den Verbrauchern auch in Zukunft eine gründliche Kontrolle des Trinkwassers garantiert werde. Es sei eine Verbesserung, dass künftig Proben an den Wasserhähnen der Verbraucher genommen werden.

Es würden alle Wasserversorgungen überwacht, abgesehen von Brunnen, die nur einen einzelnen Hausstand privat versorgen. Bei privater Trinkwasserversorgung werden den Betreibern die Kosten für die Trinkwasserproben auferlegt.

Beim Verband der dänischen Wasserwerke stößt die Änderung der Vorschriften zur Wasserüberwachung weiter auf Kritik. Es sei mit den Änderungen nicht mehr sicher, wer für die Trinkwasserqualität verantwortlich ist. Deshalb weise man den Beschwichtigungsversuch der Behörde zurück.
Bei Danmarks Naturfredningsforening (DN) kritisiert man, dass mit 2.671 Tonnen Spritzmitteln jährlich viel zu viele Schadstoffe ins dänische Grundwasser gelangen.

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