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Schweinepest: China verbietet Import deutschen Schweinefleisches

Schweinepest: China verbietet Import deutschen Schweinefleisches

China verbietet Import deutschen Schweinefleisches

cvt/Ritzau
Peking
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Die chinesischen Bürger verspeisen deutlich mehr Schweine, als das Land produziert. Nun fällt mit Deutschland ein wichtiger Lieferant vorübergehend weg. (Symbolfoto) Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Verkaufsverbot für den drittgrößten Lieferanten nach dem Nachweis des Virus in Deutschland. Dänemark ist noch nicht betroffen.

China führt ein Verbot für den Import von Schweinefleisch und Schweineprodukten aus Deutschland ein. Das haben die chinesischen Behörden am Sonnabend laut der Nachrichtenagentur Reuters bekannt gegeben.

Das Verbot ist Folge der Nachricht, dass in Deutschland kürzlich erstmals die Afrikanische Schweinepest bestätigt wurde – bei einem Wildschwein.

Laut Reuters ist Deutschland der drittgrößte Lieferant für Schweinefleisch nach China. Ein weiterer Großlieferant ist Dänemark, das sich unter anderem mit einem eigens dazu errichteten, heftig umstrittenen Schutzzaun entlang der Festlandgrenze zu Deutschland vor dem Virus schützen will.

Hohe Nachfrage und verknapptes Angebot

In China herrscht derzeit bereits Mangel an Schweinefleisch, da das Land selbst von der Schweinepest betroffen war – ein Virus mit hoher Sterberate unter Schweinen.

Marktbeobachter rechnen damit, dass von dem Importverbot für Deutschland nun andere Exporteure profitieren. Darunter die USA, Spanien, Kanada und Brasilien, schreibt Reuters.

China ist der weltweit größte Schweinefleisch-Importeur. Dieses Jahr hat das Land besonders viel importieren müssen, da die eigene Produktion im ersten Halbjahr um ein Fünftel zurückgegangen ist.

Erst am Freitag hatten die deutschen Produzenten China aufgefordert, den Import deutschen Fleisches nicht zu verbieten.

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