Unsere digitale Zukunft

Teil 4: Von dem Besten lernen

Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
Apenrade/Aabenraa
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Foto: Helge Möller

Der 71-jährige US-Bürger Mario Garcia hat schon viele Zeitungen fit für die Zukunft gemacht. Er gilt als eine Instanz. Seine Ideen und Gedanken teilte er am vergangenen Mittwoch mit der Redaktion des Nordschleswigers. Sein Credo: Think mobile.

Für den New Yorker Medien-Guru Mario Garcia ist der Nordschleswiger in einer traumhaften Lage: sich ohne finanzielle Not voll und ganz auf die digitale Zukunft vorbereiten zu können und für den Umstieg noch zwei Jahre Zeit zu haben.

Am Mittwoch war die gesamte Redaktion des Nordschleswigers nach Hamburg gereist, wo Garcia, der Publikationen wie die Zeit, die Washington Post, den Wall Street Journal oder Aftenposten maßgeblich umgestaltet hat, die Kollegen von SHZ und NOZ derzeit auf die Zukunft vorbereitet.

Garcia, 71 Jahre alt, nahm sich Zeit für uns und war von den Möglichkeiten, die vor uns liegen, angetan. Nachrichten würden heute schon überwiegend auf dem Smartphone konsumiert, sagte er und zeigte Beispiele von digitalen Vorreitern wie die norwegische Aftenposten, die sich mit seiner Hilfe voll auf das mobile Lesen eingestellt hat. Sowohl er als auch wir waren froh, zu sehen, dass wir mit unserem neuen Online-System die Grundlage und Flexibilität geschaffen haben, genau diesen Weg auch gehen zu können. Doch nicht nur technisch wollen wir bereit sein.

Wie an dieser Stelle schon beschrieben: Wenn das Lesen am Smartphone anders ist, als in der Zeitung, dann muss eben auch anders geschrieben werden. Nicht weniger tief, nicht weniger genau, nicht weniger sorgfältig – einfach nur anders. Darauf stellen wir uns jetzt Schritt für Schritt ein. Denn wir wollen unsere Leser – und die vielen im Landesteil und darüber hinaus, die es noch nicht oder nicht mehr sind, da erreichen, wo sie sind. Und das heißt auch, wir können es nicht oft genug wiederholen, dass wir für die, die die digitale Umstellung aus welchen Gründen auch immer nicht mitmachen können, gemeinsam mit den Verbänden Lösungen finden.

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