Gericht

Vier Jahre Gefängnis für „Axtmann“

Vier Jahre Gefängnis für „Axtmann“

Vier Jahre Gefängnis für „Axtmann“

Sonderburg/Tondern
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Das Gericht in Sonderburg Foto: „Der Nordschleswiger“

Nicht zimperlich ist ein 29-jähriger Mann aus dem Raum Tondern mit seinem Opfer umgegangen. Er attackierte den Mann mit einer Axt und einem Messer so schwer, dass der 35-Jährige in Lebensgefahr schwebte.

Ein 29-jähriger Mann aus dem Raum Tondern ist im Gericht in Sonderburg zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er war bereits im Oktober wegen eines Gewaltdelikts, bei dem er sich mit einer Axt bewaffnet hatte, zu einem sechsmonatigen Freiheitsentzug bestraft worden. Für weitere schwere Gesetzesverstöße setzte es zusätzlich dreieinhalb Jahre hinter Gittern, schreibt „Jydske Vestkysten“. Der Verurteilte ging in die Berufung.

Opfer mit Schädelbasisbruch

In zwei Fällen war er mit einer Axt auf Personen losgegangen. Der folgenschwerste Vorfall ereignete sich im Sommer kurz vor Mitternacht in Seth. Dort kam es zur Schlägerei, bei der der Verurteilte einen 35-jährigen Mann mit einer gewöhnlichen Axt und später mit einem Fleischerbeil angriff. Zweimal wurde das Opfer am Kopf getroffen und erlitt einen Schädelbasisbruch.

Der 28-Jährige, der die Taten bestreitet, hatte seinem Gegenüber auch mit einem Messer in den Brustkorb gestochen und traf dabei einen Lungenflügel. Der 35-Jährige versuchte, sich mit den Händen zu schützen. Dabei zog er sich auch schwere Verletzungen an einem Finger zu. Er schwebte nach Aussagen von Ärzten in Lebensgefahr.

Weiter in Haft

Der Verurteilte sitzt seit dieser Tat in Untersuchungshaft und wird dort auch bleiben, bis das Landgericht sein Urteil gesprochen hat. Der 29-Jährige, der laut Experten in seiner Entwicklung leicht zurückgeblieben ist, hat eine schwere Kindheit gehabt, hat jahrelang Drogen genommen und geriet in „schlechte“ Gesellschaft. Nach den jüngsten Vorfällen hat er entschieden, ins nördliche Dänemark zu ziehen.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Ab die Post“