Campus-Tønder

Campus-Vertrag im Blickpunkt

Campus-Vertrag im Blickpunkt

Campus-Vertrag im Blickpunkt

Tondern/Tønder
Zuletzt aktualisiert um:
Die kommunale 10. Klasse ist im Campus-Komplex angesiedelt. Foto: Jane R. Ohlsen

Bei der vorzeitig gewünschten Verlängerung des Mietvertrags für die Zehntklässler nehmen die Politiker unterschiedliche Haltungen ein

Geteilt waren die Meinungen im Ökonomieausschuss in Tondern, als es um die Verlängerung eines Mietvertrags mit der Handelsschule in Tondern ging. Die Kommune Tondern mietet seit 2013 am Campus Tønder etwa 900 Quadratmeter für die zehnte Klasse „Tønder 10“, die Bestandteil von Tønder Ungdomsskole ist.

Der Vertrag läuft noch bis zum 31. Juli 2023 mit einer Kündigungsfrist von einem Jahr. Die jährliche Miete beträgt 550.000 Kronen. Auf die aktuelle Preislage umgerechnet würden die Mietkosten 615.000 Kronen betragen. Dazu kommen Ausgaben in Höhe von etwa 500.000 Kronen für Wasser-, Wärme- und Stromkosten nebst Reinigung und Hausmeister-Entgelt. Diese Ausgaben beliefen sich 2018 auf 407.764 Kronen.
Der Direktor der Handelsschule, Carsten U. Eriksen, war bei der Kommune zwecks einer Vertragsverlängerung vorstellig geworden. Vor dem Einzug der Zehntklässler 2013 seien knapp 1.000 Quadratmeter angebaut worden, um sowohl Platz für die Handelsschüler als auch für die Zehntklässler zu finden. Um das finanzielle Fundament der Handelsschule auf dieser Fläche abzusichern, beantragte Eriksen eine Verlängerung um weitere zehn Jahre. „Dies auch vor dem Hintergrund des Verkaufs der Gebäude von VUC Syd auf dem Campus, wo wir erwartungsgemäß ein Teil der zukünftigen Lösung sein sollen“, schreibt der Direktor. „Für uns ist es wichtig, dass der Campus weiterhin eine starke Einheit bildet, und dass wir zukunftsorientiert den jungen Menschen Jugendausbildungen anbieten können. Daher sind langfristige Absprachen von existenzieller Bedeutung“, geht aus dem Schreiben hervor.

„Wir wissen, dass sich die Handelsschule für die nächsten Jahre Sicherheit wünscht. Von der Erwachsenenausbildung VUC Syd ist der Verkauf der Gebäude auf dem Campus angekündigt worden. Der Campus ist in seiner Existenz bedroht. Daher ist es wichtig, dass wir Unterstützung leisten, und nicht noch mehr Zweifel säen. Wir haben den Vertrag so elastisch gemacht, dass wir leicht wieder raus kommen können“, erklärt Bürgermeister Henrik Frandsen (V). Er und seine Parteikollegen Preben Linnet, Mathias Knudsen und Bent Paulsen (Dansk Folkeparti) setzten sich für eine Verlängerung des Vertrags ab 2023 bis zum 31. Juli 2033 ein. Eike Albrechtsen (Soz.), Jørgen Popp Petersen (Schleswigsche Partei) und Claus Hansen (Liberale Allianz) konnten sich dem nicht anschließen.

„Es ist doch schon sehr rechtzeitig, bereits jetzt einen Mietvertrag zu ändern, der erst 2023 ausläuft und eine Kündigungsfrist von einem Jahr hat“, erklärt SP-Stadtratspolitiker Jørgen Popp Petersen. Die Tatsache, dass im Zuge des Etat-Vergleichs 2018 beschlossen wurde, die kommunale Immobilienfläche um 20.000 Quadratmeter zu reduzieren, spricht für ihn gegen das weitere Anmieten. „Wir müssen die Bremse ziehen“, so verweist er auch auf die Zahl von 52 Schüler, die für das Schuljahr 2019/2020 erwartet werden. Als der Vertrag eingegangen wurde, gab es 110 Zehntklässler. „Unsere kommunalen Kindertagesstätten würden auch nicht die Erlaubnis erhalten, einfach weiterzufahren, wenn die Kinderzahl auf die Hälfte geschrumpft wäre“, gibt das Mitglied des Ökonomieausschusses zu bedenken. „Wenn es nicht genügend Schüler gibt, können wir keine Garantie ausstellen.“ Er sei gegen die Investition von einer halben Million Kronen, während kommunale Einrichtungen geschlossen werden würden. „Das ist nicht haltbar“, so Popp Petersen.
Der Kommunalrat bezieht auf seiner heutigen Sitzung Stellung.

Mehr lesen

Leserbrief

Mogens Rerup
„Høringen foregår på et ulovligt grundlag“

Leserbrief

Bent Iversen
„Ugler i mosen“