Regenprobleme

„Abgesoffener“ Tunnel wird endlich leer gepumpt

„Abgesoffener“ Tunnel wird endlich leer gepumpt

„Abgesoffener“ Tunnel wird endlich leer gepumpt

Tondern/Tønder
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Mitarbeiter der Firma Arkil, die im Auftrag der Kommune Tondern das Straßennetz unterhält, beim Einsatz an der unpassierbaren Unterführung des Nordre Landweg in Tondern. Sie pumpen in den kommenden Tagen den Tunnel leer. Foto: Volker Heesch

Andauernden Niederschläge und hoher Grundwasserspiegel blockieren in Tondern die sichere Unterführung des Nordre Landevej für Fußgänger und Radfahrer. Ein Defekt an der Entwässerungstechnik wird behoben.

Bereits seit Wochen ist der Tunnel unter dem Nordre Landevej in Tondern im Bereich der Kreuzung der Landstraße mit dem Plantagevej gesperrt. Er dient eigentlich der sicheren Unterquerung der Landstraße für Fußgänger und Radfahrer. Nachdem der Tunnelbereich bereits vor Wochen während der Periode mit extrem hohen Niederschlägen „abgesoffen“ war, sorgten die neuerlichen Regenfälle in dieser Woche für eine neue totale Überschwemmung.

Arkil-Mitarbeiter im Einsatz

Ein Team der Firma Arkil, die im Auftrag der Kommune das Straßennetz der Kommune instand hält, ist am Mittwoch angerückt, um die Unterführung leer zu pumpen.

Kommunale Verwaltung: Pumpe defekt

Der Abteilungsleiter Wege und Parks in der kommunalen Verwaltung Tonderns, Christian Kjær Andersen, erklärte gegenüber dem „Nordschleswiger“, dass die Überschwemmung nicht nur von den heftigen Regenfällen ausgelöst worden ist. Es ist auch noch die Entwässerungstechnik neben der Unterführung ausgefallen.

Das Warnschild steht am Tunnel nicht nur während der Glatteissaison. Die Unterführung ist oft rutschig bei feuchtem Wetter, selbst im Sommer. Momentan könnte man dort per Kajak die Landstraße unterqueren. Foto: Volker Heesch

„Es befindet sich dort ein Quellhorizont, aus dem jährlich rund 200.000 Kubikmeter Wasser mithilfe einer Pumpe abgesaugt werden. Die ist defekt. Wir warten auf Ersatzteile“, so Kjær Andersen, der über viel Arbeit für die zuständigen Mitarbeiter berichtet, angesichts der extrem hohen Niederschläge Siele und Drainagen freizuhalten.

Erhöhter Grundwasserspiegel

Im nördlichen Stadtgebiet der Wiedaustadt ist der Grundwasserspiegel seit den rekordhohen Niederschlägen im September deutlich angestiegen, was im angrenzenden Regenrückhaltebecken und den Gräben in dem Bereich sichtbar ist. Auch im wenige hundert Meter entfernten Gewerbegebiet besteht bei starken Niederschlägen Überschwemmungsgefahr. Mehrfach musste schon das Lager des Schuhkonzerns Ecco dort durch Einsatz von Pumpen der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks in Nordfriesland und der dänischen Bereitschaftsbehörde vor Schäden bewahrt werden.

Im Gewerbegebiet Situation verbessert

„Dort haben die Firmen selbst, aber auch die Kommune die Abflussbedingungen verbessert“, so Kjær Andersen. Deshalb habe es dort zum Glück in der aktuellen „Regenzeit“ keine Probleme gegeben.

Tondern nur wenig über dem Meeresspiegel

Weite Teile des Tonderner Stadtgebiets liegen nur wenig höher als der Meeresspiegel, weshalb der Wasserabfluss Richtung Wiedau aus natürlichen Gründen erschwert ist. Vor diesem Hintergrund sind Teile der Innenstadt in das Projekt Sicherung gegen den Klimawandel des Projektes Tonderner Marsch einbezogen. Denn nicht nur steigt der Meeresspiegel aufgrund der Erderwärmung, es wird auch mit häufigerem Starkregen gerechnet, was die Überschwemmungsgefahr in Tondern erhöht.

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