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Neuer Landwirtschaftsminister zum Antrittsbesuch in Aggerschau

Neuer Landwirtschaftsminister zum Antrittsbesuch in Aggerschau

Landwirtschaftsminister zum Antrittsbesuch in Aggerschau

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Aggerschau/Agerskov
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Minister für Landwirtschaft, Lebensmittel und Fischerei: Jacob Jensen (Venstre) Foto: Jens Dresling/Ritzau Scanpix

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Auf der Neujahrstagung des Landwirtschaftsverbandes Landbrug & Fødevarer hat der neue Landwirtschaftsminister Jacob Jensen den Gästen Rede und Antwort gestanden. Thema war unter anderem die CO₂-Abgabe, die die neue Regierung für die Landwirtschaft einführen will.

Eine Einladung zum Neujahrsempfang des Landwirtschaftsverbandes Landbrug & Fødevarer Syddanmark hat Jacob Jensen (Venstre), neuer Minister für Landwirtschaft, Lebensmittel und Fischerei, in dieser Woche nach Aggerschau geführt. Das geht aus einer Pressemitteilung des Verbandes hervor.

Landbrug & Fødevarer Syddanmark

Landbrug & Fødevarer Syddanmark ist eine politische Kooperation zwischen LandboSyd, Kolding Herreds Landbrugsforening und Sønderjysk Landboforening. Landbrug & Fødevarer Syddanmark setzt sich im Auftrag von mehr als 2.300 Landwirtinnen und Landwirten in Südjütland nach eigenen Angaben für bessere Rahmenbedingungen für die dänische Landwirtschaft ein.

Als Hauptredner vermittelte der neue Minister die Schwerpunkte seiner Arbeit. „Die Entschädigung für die Minkzüchterinnen und -züchter muss so schnell wie möglich auf den Weg gebracht werden. Der Prozess verlief nicht reibungslos, und das Geld steht diesen Menschen zu. Außerdem muss die Umsetzung des Landwirtschaftsabkommens angekurbelt werden. Zudem ist es mein Ziel, das Leben als Landwirtin und Landwirt zu erleichtern. Es muss weniger Regeln geben.“

650 Landwirtinnen und Landwirte nahmen an dem Neujahrsempfang teil. Foto: Landbrug & Fødevarer Syddanmark

In Bezug auf die CO₂-Abgabe für die Landwirtschaft stellte er die Sicht der Regierung dar und bekräftigte, dass eine solche Abgabe keine Arbeitsplätze kosten dürfe. Wirtschaftsweisen haben Ende 2022 vorgeschlagen, die Landwirtschaft mit einer CO₂-Steuer von 1.100 Kronen pro Tonne zu belegen. Nach Berechnungen von Landbrug & Fødevarer hätte dies große wirtschaftliche Folgen für die Landwirtinnen und Landwirte.

Merete Juhl, Direktorin des Landwirtschaftsverbandes, sprach in ihrer Rede ebenfalls über die CO₂-Steuer. „Während des Wahlkampfes wurde viel über Landwirtschaft und Klima gesprochen, und die CO₂-Steuer war ein großes Thema. Wir haben viele halbgare Berechnungen gesehen, und es gab auch viele Fehlinformationen. Wir sind nicht überzeugt, dass die CO₂-Steuer die Lösung ist, aber wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass es 150 Mandate im Folketing gibt, die sich eine solche Steuer wünschen. Deshalb werden wir uns nicht zurücklehnen, sondern versuchen, Einfluss zu nehmen. Wir freuen uns, dass die neue Regierung deutlich gemacht und anerkannt hat, dass die Landwirtschaft bei der grünen Umstellung in vollem Gange ist“, so Merete Juhl.

Sozialdemokratie, Venstre und die Moderaten sind sich einig, dass die Landwirtschaft einer CO₂-Steuer verpflichtet werden sollte, warten aber darauf, dass eine Expertengruppe ein Modell vorschlägt.

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