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UV-Strahlung: Auch die Augen brauchen den richtigen Sonnenschutz

Karen Bartel/shz.de
Flensburg
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Beim Sonnenbrillenkauf gibt es viel zu beachten: UV-Schutz-Faktor, Filterkategorie, Farbe der Tönung und vieles mehr. Foto: shz.de/Pexels

Wer seine Haut vor der Sonne schützt, sollte dabei auch an die Netzhaut denken. Darauf gilt es beim Sonnenbrillenkauf zu achten.

Wer die Sonnencreme einpackt, sollte auch die richtige Sonnenbrille im Gepäck haben - egal, ob es in die Alpen, die Förde, Ost- und Nordsee oder ans Mittelmeer geht. Denn durch die ultraviolette (UV) Strahlung der Sonne können die Linse und die Netzhaut geschädigt werden, wenn diese ungeschützt oder nicht mit dem richtigen UV-Schutz auf die Augen trifft. Die Sonnenbrille sollte daher auch nicht erst bei direkter Blendung durch die Sonne aufgesetzt werden, sondern schon zuvor. Worauf beim Sonnenbrillenkauf zu achten ist:

1. Dunkle Tönung heißt nicht gleich hoher Schutz

Haben getönte Sonnenbrillengläser keinen ausreichend hohen UV-Schutz, können diese sogar dem Auge noch mehr schaden. Denn dadurch kommt es zu einer Vergrößerung der Pupille mit der eine intensivere Strahlung, welche die Netzhaut erreicht, einhergeht. Wer sich unsicher über die Qualität seiner Sonnebrille ist, kann diese beim Optiker überprüfen lassen.

2. Auf die Markierung kommt es an

Beim Sonnenbrillenkauf die Augen offen halten für diese beiden Markierungen: „CE“ und „EN 1836:1997“. Diese befinden sich entweder auf dem Brillenglas selbst oder auf dem Bügel. Mit dieser Auszeichnung entspricht die Sonnenbrille den gültigen Qualitätsstandards für Sonnenschutz der EU.

3. Von Augenärzten empfohlener UV-Schutz

Sonnenbrillen mit UV-400-Schutz blockieren alle UV-Wellen bis zu 400 Nanometern und werden von Augenärzten empfohlen. In manchen Ländern, wie beispielsweise Australien, ist dies Mindestschutz. Hierzulande ist ein höherer UV-Schutz eher für Personen, die zum Beispiel unter grauem Star leiden, Netzhautprobleme haben oder bereits eine Augen-OP hatten, notwendig.

4. Die verschiedenen Filterkategorien der Sonnenbrillentönung

  • 0: Leichter Blendschutz für den Abend oder bewölkte Tage (0 bis 20 Prozent Tönung)
  • 1: Für bedeckte Tage (20 bis 57 Prozent Tönung)
  • 2: Für Sommertage in unseren Breitengraden (57 bis 82 Prozent Tönung)
  • 3: Für Urlaub im Schnee, den Bergen und am Meer in Südeuropa (82 bis 92 Prozent Tönung)
  • 4: Für Alpin- und Wassersport - nicht zum Autofahren geeignet (92 bis 100 Prozent Tönung)

5. Die Farbe macht einen Unterschied

Die Tönung der Brillengläser spielt ebenfalls eine Rolle beim Blendschutz: Braune oder graue Gläser verfälschen die Farben der Umwelt kaum, wohingegen logischerweise bunte Gläser Farbeindrücke, Kontrastwiedergabe und das scharfe Sehen verändern. Dies ist vor allem beim Autofahren problematisch.

6. Aufgepasst bei Sonnenbrillen mit Stärke

Wessen Gläser der Sonnenbrille eine eingeschliffene Stärke haben, sollte beim Brilleputzen aufpassen. Denn hierbei handelt es sich meistens nur um eine dünne Tönungsschicht, die durch die Reibung beim Putzen in Mitleidenschaft gezogen werden kann. Dadurch wird dann wiederrum auch der UV-Schutz schwächer. Sonnenbrillen daher am besten einfach nur mit lauwarmen Wasser, Spülmittel und einem frischen Kosmetiktuch aus Zellstoff reinigen.

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Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur