Gesunde Ernährung

Grünkohl geht nicht nur traditionell deftig

Marlies Wiedenhaupt
Marlies Wiedenhaupt Hauptredaktion
Apenrade/Aabenraa
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Grünkohl
Grünkohl mal anders – hier als Salat. Foto: Dan Gold/Unsplash

Der Herbst ist da – und damit auch die Grünkohl-Zeit. Viele mögen es deftig, doch das Gemüse bietet mit seinen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen ein gesundes Rundum-Sorglos-Paket an – und es senkt, richtig zubereitet, das Krebsrisiko.

Geht es um Grünkohl, dann denken die meisten vermutlich zuerst an die traditionelle deftige Hausmannskost mit Kasseler, Mettwürstchen und Kartoffeln. Doch die Pflanze aus der Familie der Kreuzblütengewächse kann auch anders – und das sollte man sich zunutze machen: Denn Grünkohl bietet sozusagen das Rundum-Sorglos-Paket mit
seinen vielen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen in ausgewogener Zusammensetzung.

Unter anderem stecken im Grünkohl viel Provitamin A, B-Vitamine, Folsäure sowie Vitamin C und E. Der Gehalt an Vitamin C ist so hoch, dass sich der Tagesbedarf schon mit einer Portion decken lässt, wie der Verbraucherinformationsdienst „aid“ berichtet. Und laut der Info-Plattform „Zentrum der Gesundheit“ sorgt sein hochwertiges Protein sogar dafür, dass er immer wieder als Alternative zu tierischem Eiweiß empfohlen wird.

Wissenschaftlich belegt sei zudem, dass Grünkohl entzündungshemmend wirke und das Krebsrisiko senke. Grünkohl, der auch Braun- oder Krauskohl genannt wird, lässt sich, wie gesagt, auch für die leichte Küche zubereiten. Der krause Kohl schmeckt in der Suppe, in grünen Smoothies, im Auflauf, als Wokgemüse und als Beilage zu Fisch und Geflügel. Man kann ihn auch kurz in Salzwasser blanchieren und als Salatzutat verwenden – etwa in Kombination mit Oliven, Nüssen und getrockneten Tomaten.

Grünkohl
Foto: Ioa Kosinska/Unsplash

Kein Bodenfrost nötig

In unseren Breitengraden hat Grünkohl meist ab Oktober oder November bis März Saison, wenn die Böden ausreichend kühl sind. Denn nur wenn der Grünkohl vor der Ernte längere Zeit niedrigen Temperaturen ausgesetzt war, kann er seinen typischen, herb-süßlichen Geschmack entfalten. Bodenfrost ist dafür aber nicht nötig. Die Pflanze wandelt die Stärke in Zucker um – ein Prozess, der sich nur bei der lebenden Pflanze, nicht aber nachträglich im Tiefkühlfach abspielt. Bei milderem Wetter geernteter Grünkohl schmeckt etwas herber.

Quietschen sollte er

Beim Kauf sollten die Blätter dunkelgrün sein und leicht quietschen, wenn man sie aneinanderreibt, berichtet der NDR. Sind die Blätter bereits hellgrau oder gelblich verfärbt oder ist der Strunk ausgetrocknet, ist der Kohl zu alt. Tiefgekühlt, im Glas oder in der Dose ist Grünkohl das ganze Jahr über erhältlich. Was den Vorteil hat, dass zeitaufwendiges Säubern und Rupfen des Kohls entfällt. Der Geschmack unterscheidet sich allerdings von dem frischen Gemüse. „Besonders Ware aus dem Glas schmeckt häufig etwas säuerlich“, so der NDR. Am vitaminreichsten sei Tiefkühl-Grünkohl. Auch frischer Grünkohl
könne selbst eingefroren werden: „Dazu den gewaschenen Kohl klein schneiden, kurz blanchieren und dann abschrecken“, heißt es. Nach dem Abkühlen am besten portionsweise einfrieren – so halte sich das Gemüse etwa acht bis zehn Monate.

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