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Todesgefahr an den Bahnübergängen

Todesgefahr an den Bahnübergängen

Todesgefahr an den Bahnübergängen

Paul Sehstedt
Apenrade/Aabenraa
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An diesem nicht-technisch gesicherten Bahnübergang bei Varde hat es im Sommer 2018 zwei Tote gegeben, als ein Zug mit einem Kleinbus kollidierte. Foto: John Randeris/Ritzau Scanpix

Immer wieder ignorieren Verkehrsteilnehmer die Haltesignale und Schranken. Im vergangenen Jahrzehnt starben 27 Personen bei Kollisionen mit Zügen.

Dreimal wöchentlich befinden sich Personen in Lebensgefahr, weil sie entweder geschlossenen Schranken umfahren, die Haltesignale ignorieren oder ganz einfach ihre Aufmerksamkeit nicht auf den Verkehr gerichtet haben. Dieses Verhalten hat in den vergangenen zehn Jahren 27 Verkehrsteilnehmern das Leben gekostet. Mit einer Kampagne will das Verkehrsministerium die Bürger nun dazu aufrufen, sich respektvoller gegenüber Eisen- und Straßenbahnen zu verhalten, da diese trotz Schnellbremsung nicht sofort zum Stillstand gelangen können.

Die meisten Bahnübergänge in Dänemark sind durch Signalanlagen und Schranken gesichert. Trotzdem umgehen besonders Fußgänger und Fahrradfahrer die geschlossenen Schranken und kreuzen die Gleise. Dieses lebensgefährliche Verhalten ist eine Belastung für die Lokführer herannahender Züge.

Ungeduld kann fatale Folgen haben

Obwohl ein Zug einen Übergang passiert hat, gehen die Schranken in manchen Fällen nicht sofort wieder auf, weil ein nachfolgender Zug erwartet wird. Diese Wartezeit ist für einige leicht verletzbare Verkehrsteilnehmer lästig und sie zwängen sich an der Schrankenanlage vorbei. Die Folgen können fatal sein.

Bahnübergänge an Feld- und Waldwegen sind meistens unbewacht, also ohne Signal- und/oder Schrankenanlage. An diesen Eisenbahnkreuzungen betätigt der Lokführer ein Signalhorn bevor der Zug passiert. Verkehrsteilnehmer müssen an solchen unbewachten Bahnübergängen anhalten und nach Zügen ausschau halten und lauschen. Erst dann dürfen die Gleise passiert werden.

Die Kampagne ist aus einer Zusammenarbeit zwischen dem Schienennetzbetreiber BaneDanmark und der Verkehrssicherheitsorganisation Rådet for Sikker Trafik entstanden. Im Internet kann ein entsprechender Informationsfilm angesehen werden: sikkertrafik.dk/jernbane.

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