Nebel, Laub und Wild

Darauf sollte beim Autofahren im Herbst geachtet werden

Florian Papenfuhs
Apenrade/Aabenraa
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Der Herbst mit all seinen Begleiterscheinungen kann für Autofahrer sehr unangenehm sein. Foto: Mihai Surdu/Unsplash

Der Herbst steht vor der Tür, und es bedarf besonderer Aufmerksamkeit beim Autofahren. Wir verraten, worauf in dieser nassen Jahreszeit besonders geachtet werden sollte, um heil ans Ziel zu kommen.

Temperaturen und Blätter fallen, die Tage werden kürzer und das Wetter schlechter. Der Umschwung von Sommer auf Herbst ist für die wenigsten Menschen angenehm – und für Autofahrer schon gar nicht. Ein häufiges, weil alltägliches Problem tritt schon vor der eigentlichen Fahrt auf den Plan. Herbstliche Temperaturen können wenig einladend sein, umso besser, wenn einen das warme Auto zur Arbeit bringt. Doch wie ist für angenehme Temperaturen im Pkw gesorgt? Die Königslösung ist hier natürlich die Standheizung. Umweltschonend wie effektiv bringt sie den Innenraum in kürzester Zeit auf Idealtemperatur. Problematisch sind die Kosten, das Nachrüsten einer Standheizung geht ins Geld. Das allerorts beliebte Motorvorheizen sollte keine Alternative darstellen. Motor wie Umwelt gehen kaputt, und verboten ist es auch.

Auch gar nicht heizen kommt als Lösung nicht infrage, erwiesenermaßen sind Autofahrer unkonzentrierter, wenn sie frieren.

Gefahr durch Nebel und Wild

Und unkonzentriertes Fahren ist angesichts von Wildwechsel, der wegen Nebels eingeschränkten Sicht und des herabfallenden Laubs nicht empfehlenswert. Schließlich ist der Herbst die Zeit der häufigsten Wildunfälle, da Rot- wie Schwarzwild zu dieser Jahreszeit sehr aktiv sind.

Nebel ist ebenfalls eine häufige Ursache, gerade wenn er plötzlich auftritt. Die Orientierung fällt den meisten Fahrern schwerer, wenn auf einmal die natürlichen Begrenzungen der Fahrbahn, wie Büsche, Gräben, Bäume oder Sträucher hinter der weißen Wand verschwinden. Auch dringt das Licht oft nicht mehr zu den reflektierenden Pfosten oder Leitplanken durch. Doch der Nebel schränkt nicht nur die Sicht ein, sondern führt auch das Gehör in die Irre, indem er Geräusche, wie beispielsweise das Fahrgeräusch des eigenen Wagens oder anderer Verkehrsteilnehmer schluckt. Die kann ein Faktor dafür sein, dass Fahrer den Abstand zum vorausfahrenden Auto falsch abschätzen.

Laub schadet dem Lack

Zuallerletzt sind auch die Herbstblätter, optisch noch so schmuck, für Autofahrer oft ein Ärgernis. Auf der Fahrbahn kann Laub für Gefahr sorgen. Gerade in Waldabschnitten oder Unterführungen führen die Feuchtigkeit, Kastanien, das Laub und Fallobst zur sogenannten „Bauern-Glätte“. Oft sind hier sogar ABS und ESP überfordert, da die Reifen auf dem matschigen Untergrund keinen Halt finden, ähnlich wie beim Aquaplaning. Damit es nicht auch innerhalb des Autos zu feucht wird, sollte die Karosserie von den Blättern gesäubert werden, auch empfiehlt es sich, die Textilmatte im Fußraum gegen eine Gummimatte auszutauschen, da diese nicht so anfällig für Feuchtigkeit ist.

Herabfallendes Laub kann beispielsweise Wasserabläufe oder die Lüftung verstopfen, wenn es in Ritzen oder Fugen der Karosserie steckenbleibt. Auch den Lack greifen die herabfallenden Blätter an. Im Laub ist Gerbsäure enthalten, die, wenn nicht rechtzeitig entfernt, Urheber von ungewünschten Verfärbungen ist. Gerade wenn bereits Risse oder Kratzer am Auto zu finden sind, bietet das der Feuchtigkeit viel Raum. Wenn noch keine Lackschäden vorhanden sind, empfiehlt es sich, den Lack mit Hartwachs zu versiegeln. Eine ebenfalls wichtige Rolle kommt im Herbst den Scheibenwischern zu, weshalb es auch diese regelmäßig zu kontrollieren gilt.

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