Ratgeber

Marder im Motor: So schützt man sich vor Schäden am Auto

shz.de/Julia Gohde
Flensburg
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Foto: dpa (Symbolfoto)

Sie sind unbeliebte Gäste, insbesondere, wenn sie sich am oder im Auto einnisten: Steinmarder. Was gegen ihr Knabbern hilft.

Mit der beginnenden Paarungszeit von Mardern steigt auch wieder die Gefahr, dass sich das flauschige Tier im Motorraum oder unter parkende Autos einnistet. Zerbissene Schläuche, Elektrokabel und Gummidichtungen können die Folge sein. So manch betroffenes Auto springt nicht mehr an oder ist nicht mehr verkehrssicher. In Werkstätten und Baumärkten gibt es Mittel, die die Marder vertreiben sollen. Eine Übersicht.

Motorwäsche gegen Duftstoffe

Steinmarder sind Einzelgänger. Wenn Sie „Wind bekommen“ von anderen Artgenossen in ihrem Revier, reagieren sie häufig aggressiv - insbesondere die Männchen. Wer also Spuren vom Marder im Motorraum seines Autos entdeckt, der sollte eine professionelle Motorwäsche vornehmen (lassen), um Duftstoffe und Exkremente zu entfernen, damit keine anderen Tiere angelockt werden und ihre Aggressionen im Motorraum auslassen. Insbesondere Fahrer, die in wechselnden Parkgebieten stehen, sollten hier umsichtig sein.

Mit Geruch den Marder vertreiben?

Mit Hausmitteln wie Mottenkugeln, WC-Steinen, Hundehaaren oder Knoblauch kann den Mardern kaum Einhalt geboten werden. Experten des Arag-Versicherungskonzerns raten hingegen zu Sprays aus dem Fachhandel - die allerdings auch dem Fahrer selbst gehörig stinken, wenn sie wirken sollen. Geräte wiederum, die Mardern im Motorraum einen Elektroschock verpassen sollen, sind nicht ganz ungefährlich. Wer sie nicht sachgemäß einbaut, riskiert Schäden an der Bordelektronik.

Ultraschall als wirksames Mittel

Als einer der besten Abwehrsysteme gelten Ultraschallgeräte. Sie geben Töne von sich, die nicht der Mensch, aber der Marder und andere Tiere hören - und von diesen gestört werden. „Sie sollten einen Schalldruckpegel von mindestens 80 Dezibel, noch besser 100 Dezibel besitzen, damit eine langfristige Abwehr der Nagetiere garantiert werden kann. Wichtig ist zu beachten, dass diese Gerätschaften mit einer integrierten Frequenzmodulation ausgestattet sind“, erklärt Arag in einer Pressemitteilung. Zu schwache Geräte seien nicht wirkungsvoll genug.

Was wirklich hilft

Die effektivste Lösung allerdings liegt auf der Hand: den Motorraum abschotten. Manche Neuwagen sind hierfür bereits ausgestattet, bei manchen Modellen kann man eine entsprechende Vorrichtung nachrüsten. Und natürlich ist auch eine Garage, in die Marder nicht eindringen können, ein guter Schutz.

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