Sylt

„TV Total“ macht sich mit Scherzanrufen über Lindner-Hochzeit lustig

„TV Total“ macht sich mit Scherzanrufen über Lindner-Hochzeit lustig

„TV Total“ macht sich mit Scherzanruf über Hochzeit lustig

Inga Kausch/shz.de
Sylt
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Foto: Optik: Kausch/shz.de

Moderator und Kabarettist Sebastian Pufpaff führt Mitarbeiter von St. Severin und der Sansibar auf‘s Glatteis und entlockt ihnen so neue Details über die Lindner-Hochzeit auf Sylt am 9. Juli.

In rund zwei Wochen heiratet Finanzminister Christian Lindner die Fernsehjournalistin Franca Lehfeldt auf Sylt. Um das Event am 9. Juli gibt es ebenso viele Gerüchte wie Geheimnisse. Die meisten involvierten Sylter schweigen, so wie Sansibar Chef Herbert Seckler. Sebastian Pufpaff hat nun am Mittwochabend, 22. Juni, in der Sendung TV Total weitere Details offengelegt. „Wir müssen uns vorbereiten. Sie wissen ja: Am 9. Juli spielt die Musik auf Sylt. Und zwar den Hochzeitsmarsch für Christian Lindner und seine Franca. Wir nennen Sie nur noch liebevoll Christianca“, begann der Moderator seinen Beitrag.

Sein Ziel: Möglichst viel über die Hochzeit zu erfahren, am besten selbst dabei sein. Dafür ging Pufpaff ebenso clever wie perfide vor: Er fragte direkt nach - auf einer „Sylt-Telefon-Tour“, dessen Mitschnitt in der Sendung präsentiert wurde. Zuerst klingelte das Telefon im Sekretariat der St. Severin Kirche, in der die Trauung des Promi-Paars stattfinden soll. Pufpaff sagte: „Ich gehöre zur Lindner-Hochzeit am 9. Juli.“ Er wolle 500 Tauben in einer Art Schweinetransporter zur Kirche bringen, um sie dort fliegen zu lassen.

Hundestaffel soll Gelände von St. Severin absuchen

Dies sei schwierig umzusetzen, hieß es von Sylter Seite, bevor sie weitere Infos offenlegte: „Ich weiß, dass sie kommen mit der Hundestaffel. Und die Kirche dann gesperrt oder der ganze Friedhof gesperrt ist, wenn die durch sind.“ Pufpaff hakt nach und die Angestellte der St. Severin Kirche plaudert drauflos: Die Hundestaffel würde zwei Stunden brauchen, anschließend dürfe niemand mehr das Gelände betreten. Außerdem verrät sie, dass Wolfgang Kubicki komme und gibt Pufpaff in Sachen Tauben die Nummer der Pastorin.

Diese ruft Pufpaff, vermutlich nicht ahnend, dass der Anruf bei TV Total landet, zurück. „Ich treffe mich morgen mit LKA, BKA und Security. Unsere Kirche wird weiträumig also ich sage wirklich weiträumig abgesperrt“, so Pastorin Susanne Zingel. Pufpaff fragt, ob er die Tauben direkt zur Kirche bringen könne.

Gepanzerte Limousinen und 45 Minuten Predigt

Die Pastorin verrät: „Sie können nicht rein, weil es gesperrt ist für den Konvoi gepanzerter Limousinen. Die in auch stattlicher Zahl sich dort schon auf sehr engem Raum in die Reihen stellen müssen.“ Weiter rät sie ihm, die Tauben-Aktion lieber bei der Sansibar zu starten, wo die anschließende Feier stattfindet, bevor sie verrät, wie lange ihre Predigt zur Trauung von Lindner und Lehfeldt dauern wird: „Da können Sie sich auf was gefasst machen. [...] Das müsst zwischen 45 Minuten bis einer Stunde dauern.“

Bei der Sansibar legt Pufpaff sein Ziel offen: Er sei Moderator von TV Total und wolle bei der Lindner-Hochzeit dabei sein. Die Angestellt glaubt ihm nicht und verrät direkt die nächsten Details.

Selbst das Personal solle überall gefilzt werden. Pufpaff bietet sich als Tellerwäscher oder DJ an. Zweiteren gäbe es schon, so die Angestellte. Der DJ habe einen Komponistennamen. „Mozart“, rät Pufpaff. „Das haben sie aber nicht von mir“, sagt die Angestellt vor einem Millionenpublikum vor den Fernsehern. Mehr bekommt der Kabarettist nicht heraus, wittert jedoch seine nächste Chance: Er will sich einen Strandkorb vor der Sansibar mieten - vom 8. auf den 9. Juli.

Dies sei kein Problem, sagt der Strandkorbwärter. Auch übernachten könne er darin.

Sebastian Pufpaff legt auf und sagt zufrieden in die Kamera: „Moment mal: Die Kirche ist weitläufig abgesperrt, zwei Kilometer Radius, Bombenhunde und sonst noch was, aber vor der Sansibar kriege ich einen Strandkorb für 18 Euro. Da weiß der eine nicht, was der andere tut. Aber eins weiß ich: Ab dem 8. sitze ich in dem Strandkorb.“

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