Dänische Minderheit

Millionengeschenk für das Geburtstagskind

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Flensburg
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Flensborg Avis erhält vom A. P. Møller Fonden 6,7 Millionen Kronen, um mehr Leser zu gewinnen. Foto: Archiv

„Flensborg Avis“, die Zeitung der dänischen Minderheit, feiert in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen. Wie viele andere Zeitungen kämpft sie gegen sinkende Auflagen. Mit Unterstützung des A. P. Møller Fond und mit neuen Ideen sollen nun mehr Leser gewonnen werden.

Die Zeitung der dänischen Minderheit, „Flensborg Avis“, erhält zeitgleich mit ihrem 150-jährigen Bestehen in einem Zeitraum von zwei Jahren 6,7 Millionen Kronen von der Stiftung A. P. Møller Fonden. Dies berichtet „Flensborg Avis“. Die Zeitung will mit dem Geld mehr Leserinnen und Leser aus der dänischen Minderheit gewinnen. Laut Chefredakteur Jørgen Møllekær liegt die Zahl der Leser derzeit bei 15.000, was einem Drittel der dänischen Minderheit entspricht. Die Druckauflage beträgt derzeit laut ivw (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern) 4.725 Exemplare.

Es gebe, so Møllekær, viele neue Mitglieder in der Minderheit, typischerweise Familien mit Kindern, die die dänischen Schulen besuchten, aber keine Leser seien. Dies sei ein Problem für die Zeitung und auch für den Zusammenhalt innerhalb der Minderheit, so der Chefredakteur weiter.

Diese Gruppe innerhalb der dänischen Minderheit soll als neue Leser gewonnen werden. Mit dem Geld werden laut „Flensborg Avis“ 5.000 Haushalte über einen gewissen Zeitraum am Wochenende die Zeitung erhalten ­ inklusive Zugang zu einem „neu gedachten“ digitalen Inhalt. Dabei geht es der Zeitung zufolge nicht nur um journalistische Inhalte, sondern auch um Informationen, Spiele und Unterrichtsmaterialien. Daher sind der dänische Schulverein und die dänische Zentralbibliothek mit an Bord des Unterfangens. „Flensborg Avis“ gibt es seit 1869.

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Siegfried Matlok
Siegfried Matlok Senior-Korrespondent
„Gewollt und „die Ungewollten““