Friedrichstadt

Himmelfahrtsgottesdienst auf dem Wasser: Erstmal wieder nach drei Jahren Zwangspause

Himmelfahrtsgottesdienst auf dem Wasser: Erstmal wieder nach drei Jahren Zwangspause

Himmelfahrtsgottesdienst auf dem Wasser: Erstmal wieder nach drei Jahren Zwangspause

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Sie trotzten Wind, Wetter und Wellengang: Pastor Christoph Sassenhagen und die Besucher des Gottesdienstes. Foto: Helmuth Möller Foto: 90037

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Starker Wind und hoher Wellengang machten den Teilnehmenden zu schaffen, trotzdem erfreute sich der Gottesdienst wieder großer Beliebtheit.

Der Himmelfahrtsgottesdienst auf dem Wasser hat eine lange Tradition – doch drei Jahre lang konnte er nicht stattfinden: Einmal war das Wetter schuld, zweimal Corona. Groß war die Freude, dass es nun wieder losging.

Im Gegensatz zu vorangegangenen Veranstaltungen überwog diesmal allerdings die Teilnehmerzahl an Land. Und im Gegensatz zu früher war diesmal auch nur ein großes Schiff der Schröder-Linie hinausgefahren. Starker Wind und hoher Wellengang machten zu schaffen, doch die Übertragungsqualität zu den Lautsprechern an Land konnte der Jugendwart der evangelischen Kirche, Volker Klomann, problemlos herstellen.

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„Ins Wasser fällt ein Stein“, sang die Kirchengemeinde, „ganz heimlich still und leise. Und ist er noch so klein, er zieht doch weite Kreise.“ Der vielstimmige Gesang zu Wasser und zu Lande wurde begleitet vom einfühlsamen Gitarrenspiel von Pastor Christoph Sassenhagen von der Christopherus-Kirchengemeinde.

Und angesichts des tiefen Hellblaus über dem Veranstaltungsgelände signalisierte der Pastor spontan: „Der Himmel will immer wieder einkehren in unser Erdenleben.“

Signal der Aufbruchstimmung

Im Hinblick auf eine Schiffsreise oder auch auf den Gottesdienst vom Schiff aus gab Pastor Sassenhagen zu bedenken: „Wenn die Leinen losgeworfen sind, bleibt Vieles an Land zurück: Abwasch, Streit, Sorgen, Gespräche. Auf dem Wasser gelten auch andere Regeln als an Land. Aber auch hier gelten Gottes Gesetz und seine Liebe. Sein Ziel ist Friede und Gerechtigkeit. Wir denken aber auch an Menschen, die auf Booten flüchten – und wir haben gehört, wie fahrlässig auf den Meeren mit Menschenleben umgegangen wird.“

Auch in anderer Hinsicht mahnte der Pastor: „Wir stecken uns an mit all der Unruhe und Unzufriedenheit, die wir sehr oft spüren.“ Der traditionelle Himmelfahrtsgottesdienst auf dem großen Friederichstädter Westersielzug signalisiert immer wieder Aufbruchstimmung. Auch nach drei Jahren Zwangspause.

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