Zahlen aus 2021

Gewerbesteueraufkommen in SH deutlich über Vor-Corona-Niveau

Gewerbesteueraufkommen in SH deutlich über Vor-Corona-Niveau

Gewerbesteueraufkommen deutlich über Vor-Corona-Niveau

SHZ
Kiel/Hamburg
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Foto: Daniel Reinhardt/dpa/shz.de

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Mit 40 Prozent verzeichnete der Kreis Segeberg den stärksten Anstieg im Norden. In Hamburg blieb das Gewerbesteueraufkommen noch hinter den Vor-Corona-Jahren zurück.

Das Gewerbesteueraufkommen der Gemeinden in Schleswig-Holstein ist im vergangenen Jahr trotz der Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen deutlich gestiegen. Mit 1768 Millionen Euro habe es elf Prozent über dem Wert von 2020 gelegen, teilte das Statistikamt Nord am Donnerstag mit.

Auch das Gewerbesteueraufkommen des letzten pandemiefreien Jahres 2019, das 1625 Millionen Euro betrug, wurde 2021 um neun Prozent überschritten.

Stärkster Anstieg im Kreis Segeberg

Der Kreis Segeberg verzeichnet mit 40 Prozent den stärksten Anstieg des Gewerbesteueraufkommens im Vergleich zu 2020. Dieser Anstieg ist nach Angaben der Statistiker überwiegend auf den deutlichen Zuwachs in Norderstedt zurückzuführen. Auch die Kreise Herzogtum Lauenburg, Plön und Steinburg sowie die kreisfreie Stadt Neumünster registrieren Zuwächse von jeweils über 30 Prozent.

Rückgänge des Gewerbesteueraufkommens meldeten nur die Landeshauptstadt Kiel mit minus 19 Prozent – verursacht durch einen Sondereffekt im Jahr 2020 – und der Kreis Dithmarschen mit minus sechs Prozent.

Das Gewerbesteueraufkommen steht den Kommunen nicht vollständig für eigene Bedarfe zur Verfügung. Einen Teil davon müssen sie in Form der Gewerbesteuerumlage an Bund und Land abführen.

Hamburg erreicht Vor-Corona-Niveau noch nicht

In Hamburg hat das Gewerbesteueraufkommen hingegen noch nicht wieder das Vor-Corona-Niveau von 2019 erreicht. Im Vergleich zum ersten Pandemiejahr 2020 ist das Aufkommen zwar deutlich höher. Es lag 2021 mit 2476 Millionen Euro um 43 Prozent über dem Wert des Vorjahres (1734 Millionen Euro).

Trotz dieses Anstiegs wurde das Gewerbesteueraufkommen des letzten pandemiefreien Jahres 2019 jedoch um drei Prozent unterschritten. Damals betrug das Gewerbesteueraufkommen 2556 Millionen Euro.

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