Flensburger Bootshaus

Feiern für die Wissenschaft – Party ohne Maske und Abstand

Feiern für die Wissenschaft – Party ohne Maske und Abstand

Feiern für die Wissenschaft – Party ohne Maske und Abstand

SHZ
Flensburg
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Party im Flensburger Bootshaus: Der erste richtige Disco-Abend seit Monaten. Die Stimmung war entsprechend gut. Foto: Heiko Thomsen / SHZ

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Viele Tests – aber ohne Maske und Abstandsregeln: Die Party im Flensburger Bootshaus soll als Teil des Modellprojekts Aufschlüsse über Feiern unter anderen Corona-Bedingungen geben.

Nach rund 16 Monaten Stillstand konnte die Discothek „Bootshaus“ am Sonnabend erstmals wieder ihre Türen öffnen und eine Party unter dem Motto „Club Eskalation“ ganz ohne Abstands- und Maskenregeln anbieten.

Betreiber Christos Bougioukolis hatte sich für das entsprechende Modellprojekt des Landes beworben, bei dem drei Discotheken in unterschiedlichen Größen öffnen dürfen – allerdings unter strengen Test- und Nachtestregeln. Sein Konzept war so überzeugend, dass er in der Kategorie mit bis zu 200 Besuchern den Zuschlag erhielt.

Weiterlesen: Tanzen ohne Maske: Das Flensburger Bootshaus nimmt am Modellprojekt Disco teil

Ausgelassene Feierstimmung

Um 21.30 Uhr am Samstagabend war es soweit: In einer Schlange vor dem Eingang warteten die Feierwilligen, die zuvor online ein Ticket gebucht hatten, auf den Einlass – und der geschah nur mit einem negativen Corona-Test, der maximal sechs Stunden alt sein durfte.


War diese Hürde genommen, war die Pandemie und ihre für viele mittlerweile ermüdenden Regeln vergessen. Bereits eineinhalb Stunden nach der Öffnung waren mehr als die Hälfte der angemeldeten Besucher in der Discothek und auf der Tanzfläche – in ausgelassener Feierstimmung zu Musik von „DJ FloWshi“ und kalten Getränken von der Bar.


Die Besucher zeigten sich allesamt glücklich über die Möglichkeit, „endlich mal wieder feiern gehen“ zu können und „alte Freunde in gelassener Stimmung treffen zu können“.

Strenge Nachtest-Verpflichtung

Die Party war als „Open End“-Veranstaltung angekündigt – und so dürften wohl erst am frühen Morgen die letzten Partygänger ihren Heimweg angetreten haben.

Doch auch nach der Partynacht haben die Gäste eine strenge Nachtest-Verpflichtung. Sie müssen sich insgesamt vier mal nach der Veranstaltung testen lassen: am zweiten, vierten, sechsten und zehnten Tag. Die Testergebnisse müssen anschließend in einem Portal hochgeladen werden.

Die Landesregierung möchte mit dem Modellprojekt unter wissenschaftlicher Begleitung feststellen, wie sich solche Club-Feiern auf das Pandemiegeschehen auswirken. Für vollständig geimpfte und genesene Personen entfällt die Nachtestpflicht.

Weiterlesen: Tanzen ohne Maske im Bootshaus: Ein Modellprojekt mit offenen Fragen

Neben der Party gibt es im Rahmen des Modellprojekts noch zwei weitere Partys unter den gleichen Bedingungen. Diese finden am 31. Juli (Motto „Flirt ohne Grund“) und am 6. August (Motto „90s Party“) statt.

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Siegfried Matlok
Siegfried Matlok Senior-Korrespondent
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