Glücksburg

Ex-Rosenkönigin startet Petition für Erhalt des Rosariums

Ex-Rosenkönigin startet Petition für Erhalt des Rosariums

Ex-Rosenkönigin startet Petition für Erhalt des Rosariums

SHZ
Glücksburg
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Schärpe, Diadem und das Handy mit aktuellen Zahlen zur Petition stets dabei: Franziska Maiwald Foto: Catrin Haufschild / SHZ

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Der Rosengarten beim Schloss Glücksburg soll Wohnhäusern weichen. Rosenkönigin a.D. Franziska Maiwald sammelt Unterschriften für den Erhalt des Rosariums.

Die letzte Rosenkönigin, Franziska Maiwald (35), ist immer noch sehr engagiert, wenn es um ihre Wirkungsstätte von 2011 bis 2015, das Rosarium, geht. Nachdem bekannt wurde, dass Vereine und Verbände des Ortes eine Machbarkeitsstudie für das Gelände in Auftrag gegeben haben, startete sie eine Online-Petition auf der Kampagnenplattform Change.org (Stichwort Glücksburg Rosarium).

Bei mehr als 2500 Unterschriften gegen eine Teil-Bebauung der Fläche will sie die Liste an die Stadt Glücksburg weiterreichen. Nach gut einer Woche – verrät ihr ein Blick auf‘s Handy – hat sie 508 Unterschriften zusammen. 8000 mal wurde ihre Petition angesehen und 300 mal geteilt. Auch auf Facebook, Instagram und verschiedenen Tourismus-Plattformen hat sie den Link geteilt. Kontakt gibt es auch zum Küchengarten von Schloss Eutin. „Niemals“, so habe man ihr dort gesagt, würde man in Eutin einer Überbauung des Gartens zustimmen.

Weiterlesen: Rosarium soll Wohnbebauung weichen: Pläne sorgen für Proteste

Lebensraum für Vögel und Insekten

Eine solche aber plant die Stiftung Schloss Glücksburg. Maiwald möchte der Stiftung nicht reinreden. Hinter dem Schloss stehe – anders als in Eutin – schließlich privater Besitz. Aber sie appelliert in ihrer Petition an die Stadt Glücksburg, den Kreis Schleswig-Flensburg und das Landesamt für Denkmalpflege, wo sie selbst mal Sachbearbeiterin war: „Wir lassen diese für Glücksburg und die Natur schädliche Entwicklung nicht zu. Wir fordern die Ablehnung des geplanten Bauvorhabens.“

Bei einem Treffen im Rosarium wird Maiwald präziser: „Es gibt ja nicht nur wertvolle historische Rosen hier, sondern 4-5 Meter hohe Hecken und viele andere Pflanzen, die Insekten und Vögeln einen Lebensraum bieten.“ Das Lächeln verschwindet aus ihrem Gesicht: „Wie kann man eine so kostbare Grünfläche im Hinblick auf den aktuell so wichtigen Natur- und Klimaschutz opfern?“

Demonstrationsmarsch geplant

Ihre Petition sieht die Verwaltungsbeamtin, die inzwischen bei der Bundeswehr beschäftigt ist, als Bereicherung für den öffentlichen Diskurs und als Mittel, das Thema Rosarium in den Fokus zu rücken. „Je mehr Bürger auf das Thema angesprochen werden, desto eher kommt Bewegung in den Entscheidungsprozess“, glaubt sie. Da die Abstimmung über eine mögliche Bebauung in den Bereich der städtischen Selbstverwaltung fällt, möchte sie besonders die Politiker vor Ort sensibilisieren.

Für weitere öffentliche Aufmerksamkeit plant die engagierte Rosenkönigin a.d. einen Demonstrationsmarsch von der Rudehalle bis zum Rathaus. Er soll am „Tag des Offenen Denkmals“, dem 12. September, stattfinden.

Info-Kasten Rosenkönigin: Die Rosen Jensen-Lützow GmbH initiierte 2006 die Wahl der Rosenkönigin als Höhepunkt des jährlich stattfindenden Rosenfestes. Nachdem die Firma 2012 insolvent ging, unterstützte der Tourismusverein das Amt. 2015 kündigte die letzte Pächterin des Rosariums – das Ende für die Königin

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