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SG Flensburg-Handewitt verliert die Nerven und das Spiel beim VfL Gummersbach

SG Flensburg-Handewitt verliert die Nerven und das Spiel beim VfL Gummersbach

SG Flensburg-Handewitt verliert die Nerven

Holger Petersen/shz.de
Gummersbach/Flensburg
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Schwer enttäuscht: der siebenfache Flensburger Torschütze Emil Jakobsen. Foto: nordlyset-fotografie.com/shz.de

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Die Mannschaft von Trainer Maik Machulla musste sich beim Traditionsclub aus dem Oberbergischen Land überraschend mit 29:31 (15:13) geschlagen geben und bleibt auf dem fünften Platz in der Tabelle.

Krachende Bruchlandung in der Schwalbe-Arena: Obwohl sie bis Mitte zweiter Halbzeit auf Siegkurs waren und mit drei Toren vorne lagen, zogen die Handballer der Flensburg-Handewitt beim Aufsteiger VfL Gummersbach am Ende mit 29:31 (15:13) den Kürzeren. Es war für sie das schmerzhafte Ende einer Erfolgsserie (zuvor sechs Pflichtspielsiege in Folge) und ein großer Dämpfer auf ihrem Vormarsch in der Bundesliga.

Frust und Fassungslosigkeit

Mit gesenkten Köpfen und wortlos verschwanden die Flensburger nach dem Abpfiff flugs in die Kabine. Und wohl auch geschockt darüber, dass sie die Gunst der Stunde – die Patzer der Konkurrenz – nicht genutzt hatten. Keine Punkte, kein Vorrücken auf Platz zwei, stattdessen Frust und Fassungslosigkeit. Ein Abend zum Vergessen.

Dabei war die SG bis zur 45. Minute voll auf Kurs Auswärtssieg gewesen. Als Teitur Einarsson, der Mitte erster Halbzeit für den verletzten Magnus Röd ins Spiel gekommen war, zum 24:21 einwarf, war die Flensburger Welt noch in Ordnung. Großen Anteil daran hatten Torhüter Benjamin Buric, der einmal mehr eine mehr als solide Leistung bot, und die treffsicheren Simon Hald und Emil Jakobsen.

Doch der „untypische Aufsteiger“, wie SG-Coach Maik Machulla vorher den Gegner titulierte, ließ sich nicht abschütteln – und witterte Morgenluft, als der starke Ex-SGer Lukas Blohme (sieben Tore) zum 24:24 (49.) und Nationalspieler Julian Köster zum 25:24 einwarfen. Die Halle kochte, die 4132 Fans waren aus dem Häuschen.

VfL-Keeper Ivanisevic überragt

Sie blieben es auch, denn die faustdicke Überraschung nahm Gestalt an, als Blohme gar auf 30:27 (57.) erhöhte. Die SG, die über weite Strecken ohne ihren angeschlagenen Kapitän Johannes Golla auskommen musste, verlor nun völlig den Kopf und die Übersicht. Reihenweise scheiterten Sögard, Einarsson und Co. an Tibor Ivanisevic, der das VfL-Tor förmlich vernagelte. Als Rechtsaußen Johan Hansen 40 Sekunden vor Ultimo nur den Innenpfosten traf, war die Partie entschieden. Der Rest war Jubel bei den überglücklichen Gastgebern – und Trauerstimmung bei den Gästen.

Heimspiel gegen Erlangen

Der Stachel dieser Niederlage wird tief im Fleisch der Flensburger stecken, die bereits am Sonnabend um 20.30 Uhr wieder in der Bundesliga ran müssen. Dann kommt der Tabellennachbar HC Erlangen in die Flens-Arena.

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