HANDBALL

Rune Schrøder macht den nächsten Karriereschritt

Rune Schrøder macht den nächsten Karriereschritt

Rune Schrøder macht den nächsten Karriereschritt

Fredericia/Apenrade
Zuletzt aktualisiert um:
Rune Schrøder war dabei, als TM Tønder 2018 in der Liga gespielt hat. (Archivfoto) Foto: Karin Riggelsen

In der vergangenen Saison hat Rune Schrøder aus Mögeltondern/Møgeltønder noch mit Fredericia HK in der 1. Division gespielt. Jetzt wechselt er zum Champions-League-Teilnehmer IK Sävehof.

„Ja, ich habe jetzt auch jemanden gefunden, der uns am Mittwoch zur Fähre nach Frederikshavn fährt“, sagt Rune Schrøder und lacht, als der „Nordschleswiger“ ihn in seiner Wohnung in Fredericia erreicht. Ein wichtiges, letztes Detail, bevor es am Mittwoch nach Sävehof geht, einem Vorort der schwedischen Großstadt Göteborg.

Die Koffer des 24-jährigen Handballprofis aus Mögeltondern sind gepackt und er macht sich bereit für die nächste Station in seiner Karriere. Ab dem 1. Juli steht Rune Schrøder nicht mehr bei Fredericia HK unter Vertrag, sondern bei IK Sävehof, dem Handballklub mit der weltweit höchsten Mitgliederzahl, der in der vergangenen Saison noch Champions League gespielt hat.

„Ich freue mich auf etwas ganz Neues. Der Verein ist riesig und äußerst professionell. Bei Sävehof liegt der Fokus nur auf dem Handball. So weit war man in Fredericia noch nicht und das hat bei meinem Wechsel den Ausschlag gegeben. Ich wäre gerne noch zwei weitere Jahre hiergeblieben, aber die Vertragsvorstellungen des Vereins waren einfach meilenweit von meinen eigenen entfernt“, erzählt Rune Schröder.

Dabei ging es jedoch nicht nur um Geld, sondern auch um sportliche Perspektiven. Rune Schrøder will um Titel spielen und nicht gegen den Abstieg. „IK Sävehof ist ein sehr ambitionierter Verein. Die wollen immer Meister werden. Die Spieler sind Vollzeitprofis und wir trainieren zweimal täglich. Meine Arbeit als Spediteur lege ich deshalb erst einmal auf Eis. Darauf kann ich in ein paar Jahren immer noch zurückgreifen“, so Rune Schrøder.

Starker Jahrgang 1995

Es ist ein weiterer konsequenter Schritt in der Laufbahn des ambitionierten 24-Jährigen. Sportlich aufgewachsen ist er bei Møgeltønder UIF, durchlief anschließend die Jugendmannschaften von TM Tønder und war drei Jahre lang Teil der ersten Herrenmannschaft, mit der er sowohl in die Liga auf- als auch wieder in die 1. Division abgestiegen ist.

„Wir waren eine Gruppe Jungs, die in Mögeltondern aufgewachsen sind. Alle haben zusammen angefangen, Fußball und Handball zu spielen. Der Sport war unser Freiraum. Als wir 15 bis 16 Jahre alt waren, mussten wir uns für eine Sportart entscheiden und ich habe auf Handball gesetzt“, erzählt Rune Schrøder, der nicht der einzige bekannte Handballer aus diesem Jahrgang ist. In der Jugend hat er mit Mads Hviid und Nicklas Thyssen zusammengespielt, die für Skovbakken und Nyborg in der 1. Division spielen. Auch Torben Petersen, der vor Kurzem von Aarhus Håndbold zu Istres Provence Handball in die französische Liga gewechselt ist, stammt aus diesem Jahrgang der Talentschmiede aus Mögeltondern.

Entscheidungen werden mit dem Kopf getroffen

Wer mit Rune Schrøder spricht, merkt sehr bald, dass er genau weiß, was er will. Und welches Tempo für seine Karriere das richtige ist. „Es hat auch Angebote aus anderen Ligen gegeben. Doch ich bin der Meinung, dass es noch nicht der richtige Zeitpunkt für mich ist, in die deutsche oder in die französische Liga zu gehen. Der Druck ist in diesen Ligen noch höher als in Schweden. Ich möchte keine großen Sprünge machen, sondern einen Schritt nach dem anderen. Sävehof war für mich die perfekte Lösung für die kommenden zwei Jahre. Es war auch eine Vernunftsentscheidung“, so Rune Schrøder.

Ein gewisser Druck ist natürlich vorhanden, wenn man zum mitgliederstärksten Handballverein der Welt wechselt – dem ist sich Rune Schrøder durchaus bewusst. Doch für ihn ist es ein positiver Druck, sich in dem Team durchsetzen zu müssen. „Ich habe Respekt vor der Aufgabe, aber Angst habe ich keine. Ich habe bei Fredericia HK und bei TM Tønder Ligaerfahrung sammeln können und ich weiß, was ich kann. Es ist auch nicht alles neu bei IK Sävehof. Henrik Tilsted von GOG wechselt auch dorthin und wir sind mit jemandem aus der Frauenmannschaft befreundet. Aber selbst wenn das nicht so wäre, hätte mich das nicht abgeschreckt“, sagt Rune Schrøder.

Sävehof als weiteres Sprungbrett

Wohin die Reise im Anschluss an seinen Vertrag über zwei Jahre bei IK Sävehof führt, kann er noch nicht sagen – eins nach dem anderen. Aber mit 26 Jahren und mit der Erfahrung aus zwei Jahren in der schwedischen Liga, dürfte er sich seinem handballerischen Höhepunkt nähern.

„Ich hoffe, dass ich nach meinem Aufenthalt bei IK Sävehof noch einige gute Jahre in mir habe. Wir werden sehen, was dann passiert. Entweder bleibe ich hier oder ich gehe zurück nach Dänemark. In Deutschland gibt es auch viele interessante Vereine. Oder ich gehe zurück nach Tondern“, sagt Rune Schrøder mit einem Schmunzeln.

Aber eins nach dem anderen: Am Mittwochmorgen werden Rune Schrøder, seine Freundin und der gemeinsame Hund Alfred von einem Freund abgeholt und nach Frederikshavn gebracht. Von dort aus geht es weiter nach Sävehof, wo sie vom Verein die Wohnungsschlüssel übergeben bekommen. Dort wollen sie die Sommerferien genießen, bis am 27. Juli das erste Training mit seinem neuen Verein stattfindet.

Mehr lesen