Handball

Neue Saison: SC, SV und TS mit Handballsparte

Jon Thulstrup
Jon Thulstrup Online-Redaktion
Apenrade/Aabenraa
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Auch in der kommenden Saison wird es ein Jugendverbands-Derby geben Foto: Archivbild: DN

In Nordschleswig wird weiterhin Handball gespielt. Der SC-Saxburg-Bülderup mit größter Jugendabteilung.

Wie steht es vor Saisonbeginn um den Handballsport in den Sportvereinen des Deutschen Jugendverbandes für Nordschleswig? Der einst blühende Nationalsport der deutschen Minderheit hat in den vergangenen Jahren stark gelitten. „Das ist aber nichts Neues. Die Tendenz zu Individualsportarten ist im ganzen Land steigend“, so der Vereinskonsulent des Deutschen Jugendverbands, Lasse Tästensen. Er findet es schade, dass der Handballsport nicht länger allgegenwärtig in Nordschleswig ist. „Aber ich bin froh, dass die Vereine viele andere tolle Aktivitäten anbieten können. Das sehen wir ja auch an den stabilen Mitgliederzahlen – Tendenz steigend“, so Tästensen. Insbesondere der Röhnradsport sei ein gutes Beispiel für eine solche Aktivität.

Tästensen betont jedoch, dass der Jugendverband versuchen werde, den Handballsport in Nordschleswig wiederzubeleben. „Wir werden versuchen, den Mikro-Handball in den Vereinen auf die Beine zu stellen. Erste Ideen und Entwicklungen sind schon bereit“, erklärt er. Zudem sei Handball nun auch in das Team-Nordschleswig-Konzept integriert. „Gerade im Sommer waren wir als Team-Nordschleswig mit drei Mannschaften zu einem Turnier in Lübeck“, so Tästensen.

Die Verbliebenen

Die noch verbliebenen Vereine in Nordschleswig, die eine Handballsparte vorweisen können sind der SC-Saxburg-Bülderup, der SV Tingleff und die TS Sonderburg. Zudem hat der MTV Apenrade noch eine Old-Boys-Mannschaft. Von den erwähnten Vereinen kann der SC die größte Jugendabteilung vorweisen. „Ich bin froh, dass wir von U6 bis U18, bis auf die U14 Zusammenarbeit mit dem dänischen Verein in Tingleff, mit eigenen Mannschaften vertreten sind“, sagt SC-Vereinsvorsitzende, Martin Hansen. „Wir tun, was wir können, um den Handballsport für Kinder und Jugendliche attraktiver zu gestalten“, sagt er. Zudem hat der SC eine Herren- und Frauenmannschaft in der Serie 1.

Auch der Vorsitzende des SV Tingleff, Christoph Andresen, ist mit der aktuellen Lage im Verein zufrieden. „Wir haben sechs Jugendmannschaften in einer Spielgemeinschaft mit Tinglev IF. Darüber hinaus haben wir zwei Herrenmannschaften in der Serie 1 und 3 und eine Frauenmannschaft in der Serie 2. Viele Spieler der Serie-1-Mannschaft spielen außerdem in der Old-Boys-Mannschaft“, so Andresen. Als eine der wenigen Vereine im Land kann der SV auch eine Super-Grand-Old-Boys-Mannschaft vorweisen.

Lokalderby

Ein internes Nordschleswig-Derby, wie in der vergangenen Saison, wird es auch wieder geben. In der Serie 1 treffen der SV Tingleff und der SC-Saxburg-Bülderup laut dem vorläufigen Turnierplan in der Hinrunde am 21. Oktober in Bülderup aufeinander. Das Rückspiel findet am 2. Dezember in Tingleff statt. „Es ist schön, dass wir ein solches Derby nochmal erleben können. Obwohl die Spiele nicht mehr so intensiv sind wie früher, ist es doch immer wieder ein Spaß“, so Hansen.

Auch Andresen freut sich auf das Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften. „Eigentlich war der SC ja aus der Serie 1 abgestiegen. Doch wir freuen wir uns ja umso mehr, dass wir wieder gegen sie antreten können“, so Andresen.

Beim TS Sonderburg berichtet der Vereinsvorsitzende Christian Hansen über zwei Seniorenmannschaften. „Wir haben eine Frauenmannschaft in Serie 2 und eine Herrenmannschaft in der Serie 3. Zudem versuchen wir Kinder vom Handball zu überzeugen“, so Hansen.

Mangel an Freiwilligen

Die Vorsitzenden vom SV Tingleff, SC-Saxburg-Bülderup und TS Sonderburg berichten alle, dass ein großes Problem für die Vereine die Rekrutierung von Freiwilligen sei. „Für uns ist es eine Herausforderung, freiwillige Trainer zu finden. Die, die wir zurzeit haben, sind teilweise echt ausgelastet“, so Andresen. Auch Martin Hansen erzählt, dass die Trainersuche beim SC zum Teil mühsam sei. „Aber von nichts kommt ja bekannterweise auch nichts“, schmunzelt Hansen.

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