LEICHTATHLETIK

Maja Alm orientiert sich neu

Maja Alm orientiert sich neu

Maja Alm orientiert sich neu

hdj
Aarhus
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Maja Alm beim Orientierungslauf Foto: Björn Larsson Rosvall/TT/Ritzau Scanpix

Die Ausnahmeathletin aus Rothenkrug/Rødekro hat im Gelände alles gewonnen – jetzt will sie die Laufbahnen erobern.

Sieben Weltmeisterschaften hat Maja Alm aus Rothenkrug/Rødekro schon im Orientierungslauf gewonnen. Jetzt sucht die 31-Jährige neue Herausforderungen in der Leichtathletik. Doch die Unterschiede zwischen den beiden Sportarten sind größer, als man denkt, erzählt sie dem „Nordschleswiger“.

„In der Leichtathletik muss man viel taktieren – man muss sehr wirtschaftlich laufen. Wenn man zu schnell anfängt, bekommt man Probleme. Und wenn man zu langsam anfängt, bekommt man andere Probleme.“ Auch an die Jagd nach der Bestzeit, die in der klassischen Leichtathletik eine große Rolle spielt, muss Maja Alm sich noch gewöhnen.

Der Druck und die Ziele

„Die Kultur ist eine ganz andere. Alles ist messbar, man steht ständig unter sehr hohem Druck.“ Hört man Maja Alm erzählen, fragt man sich, warum die Rothenkrugerin sich das eigentlich alles antut. Es ist ganz einfach: Sie liebt Herausforderungen und möchte sich einen Traum erfüllen: Die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020 in Tokyo sowie an der Leichtathletik-WM in Doha.

Schwierige Bedingungen

Maja Alm wurde bereits für das dänische Team über 5.000 Meter nominiert. Ihr fehlt lediglich die geforderte Zeit von 15:22 Minuten. Diese muss sie vor dem 6. September bei einem offiziellen Rennen laufen. Doch dafür ist leider nicht nur die Tagesform entscheidend, weiß Maja Alm:

„Bei zwei Rennen in Belgien bin ich gescheitert. Dort wehte starker Wind und es regnete. Das sind schlechte Bedingungen, um die geforderte Zeit zu erreichen. Ideal ist es auch, wenn jemand mitläuft, der ein gutes Tempo vorlegt und einen mitzieht.“

Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Ich werde wohl immer Orientierungsläuferin bleiben

Maja Alm

Letzte Chance

Ihre nächste Möglichkeit, die geforderte Zeit zu unterbieten, bekommt sie bei einem Lauf in Berlin. Sollte es da auch nicht klappen, gibt es eine letzte Chance bei einem Wettkampf in Spanien. Maja Alm ist nach wie vor zuversichtlich: „Ich habe auf jeden Fall die Form, 15:22 Minuten zu laufen“, sagt sie bestimmt.

Rekorde und Leidenschaften

Mit dieser Entschlossenheit hat sie immerhin im Februar den dänischen Rekord über 3.000 Meter gebrochen. Auf die Frage, ob sie sich denn mittlerweile als Leichtathletin fühlt, klingt jedoch ihre wahre Leidenschaft durch: „Ich werde wohl immer Orientierungsläuferin bleiben“.

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