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Keine Seitenwechsel mehr bei BBI Saxburg

Keine Seitenwechsel mehr bei BBI Saxburg

Keine Seitenwechsel mehr bei BBI Saxburg

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Bülderup/Bylderup
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Auch Stehplätze für die Zuschauer wird es im Bylderup Idrætscenter vorerst nicht mehr geben. Stattdessen sollen 120 Stühle aufgestellt werden. Diese müssen nach jedem Spiel desinfiziert werden. Foto: Karin Riggelsen

Saisonstart im Jugend- und Amateurbereich: Doch statt Freude überwiegen die organisatorischen Herausforderungen bezüglich der Corona-Richtlinien.

Am kommenden Wochenende beginnen nach langer Pause auch wieder die Spielzeiten im Amateur- und Jugendhandball.

Der nordschleswigsche Verein BBI Saxburg geht traditionell mit einer Vielzahl an Teams ins Rennen – auch wenn die Organisation durch die Auflagen des dänischen Handballverbandes bezüglich der Corona-Pandemie schwieriger als je zuvor ist.

„Wir sind gut vorbereitet, auch wenn es enorm aufwendig ist. Wir haben am Sonntag unser erstes Spiel mit der U13. Die Partie dient quasi auch als Testlauf für die weiteren Termine“, erzählt Rolf Andresen, der die U15 trainiert und Mitglied des Vorstandes beim SC Saxburg Bülderup ist.

Vier Spiele an einem Tag

An einem normalen Sonntag fanden in der Regel drei bis vier Spiele nacheinander im Bylderup Idrætscenter statt. So wird es auch weiterhin sein. Neu ist, dass Auswärts- und Heimteam nicht mehr den gleichen Eingang benutzen dürfen; es musste also ein neuer her. Ebenfalls neu ist, dass die Mannschaften sich nicht mehr in den Gängen der Halle warmmachen dürfen. Das tun sie jetzt nebenan in einer anderen Halle.

„Es ist teilweise schon absurd. Die Mannschaften dürfen sich nicht begegnen, bevor der Abwehrspieler den Kreisläufer auf dem Spielfeld umarmt. In der Halbzeitpause werden die Seiten nicht mehr gewechselt. Alles muss ständig desinfiziert werden – von der Kabine über die Auswechselbänke bis zu den Torpfosten“, berichtet Rolf Andresen.

Es hat schon viel Zeit und Nerven in Anspruch genommen, und das wird es auch weiterhin. Nach jedem Spiel muss die Halle komplett geräumt werden. Möchte sich ein Zuschauer oder ein Elternteil zwei aufeinanderfolgende Spiele ansehen, muss er zwischendurch hinten rausgehen und vorne wieder rein.

Viele Freiwillige nötig

Umsetzen sollen die neuen Regeln eine große Anzahl freiwilliger Helfer. „Wir sprechen vor den Spielen ab, wer die organisatorische Leitung übernimmt. Wir sind da trotz der vielen Mannschaften gut aufgestellt“, sagt Rolf Andresen. „Das kann sich allerdings auch ändern. Noch ist das Engagement groß, aber irgendwann wird es den Helfern vielleicht auch zu viel“, befürchtet das Vorstandsmitglied. „Vielleicht wäre es am vernünftigsten, wenn bis Weihnachten überhaupt nicht gespielt würde. Wenn sich in der Halle jemand ansteckt, könnte das bei der Anzahl der Beteiligten weite Kreise ziehen“, so Rolf Andresen.

Abmelden will der Verein seine Mannschaften aber nicht – die Entscheidung müsse der Verband treffen. Wenn gespielt werden soll, wird auch beim SC Saxburg Bülderup gespielt.

Der Jugendtrainer freut sich trotz allem, dass es am Sonntag vorerst nur ein Spiel ist, bevor am Sonntag darauf vier Partien im Bylderup Idrætscenter stattfinden sollen.

„Wir werden sehen, wie es läuft. Wir sind gut vorbereitet und werden natürlich alle Vorgaben des Verbandes einhalten. Es ist uns enorm wichtig, dass bei uns alles in Ordnung ist. Mehr können wir nicht machen“, sagt Rolf Andresen.

Vielleicht wäre es am vernünftigsten, wenn bis Weihnachten überhaupt nicht gespielt würde.

Rolf Andresen, Vorstandsmitglied SC Saxburg Bülderup
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