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Handballprofis kritisieren Final-4-Verlegung

Handballprofis kritisieren Final-4-Verlegung

Handballprofis kritisieren Final-4-Verlegung

Ritzau/hdj
Kopenhagen
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Lasse Svan zeigt wenig Verständnis für die Verlegung des Final 4. Foto: Liselotte Sabroe/Ritzau Scanpix

Lasse Svan und Sander Sagosen zeigen kein Verständnis für die Entscheidung des europäischen Handballverbandes.

Es geht mehr ums Geld als um den Sport, denkt Handballprofi Lasse Svan über die Entscheidung des europäischen Handballverbandes EHF, das Final 4 in den Dezember zu verlegen.

„Sportlich gesehen profitiert niemand davon, es muss also eine rein wirtschaftliche Entscheidung gewesen sein, das Final 4 durchzuführen“, sagt Lasse Svan zu TV2 Sport.

Am Donnerstag teilte der Verband mit, dass das Miniturnier, welches den Abschluss der Champions-League darstellt, auf den 28. und 29. Dezember verschoben wird.

Ursprünglich war das Final 4 für den 30. und 31. Mai angesetzt. Wegen der Corona-Pandemie wurden die Spiele zunächst auf das Wochenende des 22. und 23. August verlegt.

„Je weiter man es verschiebt, desto mehr nähern wir uns dem nächsten Final 4. Das wären dann zwei innerhalb eines halben Jahres, und das wäre sehr merkwürdig“, gibt Lasse Svan zu bedenken.

Der Termin liegt weit innerhalb der neuen Handball-Saison. Zwei Champions-League-Turniere werden vermischt, und Spieler, die den Klub wechseln, können möglicherweise nicht am Final 4 teilnehmen oder spielen möglicherweise im Finale gegen die Mannschaft, mit der sie sich für das Final 4 qualifiziert haben.

Sander Sagosen, der im Sommer von Paris St. Germain zu THW Kiel wechseln wird, plädiert für eine Absage.

„Meiner Meinung nach wäre es das Beste gewesen. Es ist eine Scheißsituation, aber sie wird nicht besser dadurch, dass wir sie immer weiter verschieben“, sagt der Norweger. „Jetzt strecken wir die Situation auf zwei Jahre statt sechs Monate. Ich hätte am liebsten jetzt gespielt, aber das nun einmal nicht möglich. Einige Dinge muss man dann vielleicht einfach streichen“, sagt Sander Sagosen zu TV2 Sport.

Am 24. April will der EHF entscheiden, wie und wann die Achtel- sowie die Viertelfinalspiele bestritten werden.

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Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
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