FUSSBALL

Direktor der Spielervereinigung zurückgetreten

Direktor der Spielervereinigung zurückgetreten

Direktor der Spielervereinigung zurückgetreten

Kopenhagen
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Mads Øland war wegen seines harten Verhandlungsstils umstritten. Foto: Ida Guldbæk Arentsen/Ritzau Scanpix

Mit sofortiger Wirkung hat der langjährige Direktor der dänischen Gewerkschaft der Profifußballer, Mads Øland, sein Amt niedergelegt. Er wird sich in Zukunft um die Rechte von Counter-Strike-Spielern kümmern.

Seit 1997 war Mads Øland Direktor der dänischen Spielervereinigung der Profifußballer „Spillerforeningen". Am Freitag hat er in einer Pressemitteilung seinen sofortigen Rücktritt erklärt.

In der Erklärung heißt es, dass dies in Verbindung mit einer neuen Strategie und Organisation der Vereinigung geschieht.

Mads Øland wird in Zukunft Geschäftsführer bei der CSPPA, der internationalen Vereinigung für Counter-Strike-Spieler.

Zudem will sich der 54-Jährige auch für dänische Interessen in der internationalen Spielervereinigung Fifpro einsetzen und internationale Aufgaben wahrnehmen.

„Wie jede andere Organisation machen wir uns ständig Gedanken darüber, wie wir uns entwickeln können, um die Interessen der Spieler am besten zu vertreten“, sagt der Vorsitzende der Spielervereinigung, Jeppe Curth, in der Pressemitteilung. „Mit einem neuen Tarifvertrag und starken, langfristigen Absprachen mit der Nationalmannschaft haben wir nun die Möglichkeit, den Verein mit einem neuen Set-up zu entwickeln, das unter anderem beinhaltet, dass Mads Øland nicht mehr Direktor sein wird.“

Wegen seiner kompromisslosen Art zu verhandeln war Mads Øland nicht unumstritten. 2017 führte ein Konflikt zwischen der Vereinigung und dem Verband dazu, dass ein WM-Qualifikationsspiel abgesagt wurde. Im Jahr darauf trat kein Profispieler bei einem Testspiel der Männer gegen die Slowakei an. Der Verband musste Amateure spielen lassen.

Øland selbst blickt zufrieden und wehmütig auf seine Zeit als Direktor zurück.

„Es war mir eine große Ehre und ein Vertrauensbeweis, die Spieler der Vereine und der Nationalmannschaft so viele Jahre vertreten zu dürfen. Ich finde, dass wir mit den kompetenten Kollegen und Beratern gute Dinge für die Spieler erreicht haben", heißt es vom scheidenden Direktor.

Der Direktor der Spielervereinigung der Handballer, Michael Sahl Hansen, übernimmt seine Aufgaben, bis ein neuer Direktor gefunden ist.

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