HANDBALL

Dänemark steht unmittelbar vor dem Gruppensieg

Dänemark steht unmittelbar vor dem Gruppensieg

Dänemark steht unmittelbar vor dem Gruppensieg

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Winterthur/Apenrade
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Der Schweizer Andy Schmid war von der dänischen Abwehr nur selten zu halten. Foto: Ennio Leanza/EPA/Ritzau Scanpix

Die dänische Handballnationalmannschaft hat am Mittwochabend die Schweiz im vorletzten EM-Qualifikationsspiel mit 30:29 besiegt. Für Aaron Mensing gab es keine Einsatzminuten.

Es war das erwartet schwere Auswärtsspiel für die dänische Handball-Nationalmannschaft, als sie am Mittwochabend in der EM-Qualifikation mit 30:29 gegen die Schweiz gewann.

Das dänische Team war ohne Stars wie Niklas Landin, Henrik Møllgaard, Mikkel Hansen und Lasse Svan angereist und tat sich in der Anfangsphase entsprechend schwer.

Kevin Møller stand die erste Viertelstunde für Dänemark im Tor, konnte aber keine Akzente setzen. Von den ersten 15 Würfen der Schweizer musste der Keeper aus Bedstedt (Bedsted) elfmal hinter sich greifen.

Die dänische Abwehr bekam den Superstar der Rhein-Neckar Löwen, Andy Schmid, nie in den Griff. Ihm wurde viel zu viel Platz gelassen, und er konnte schalten, walten und treffen, wie er wollte.

Henrik Kronborg, der in Abwesenheit von Nikolaj Jacobsen die Cheftrainerrolle übernehmen musste, hatte nach 15 Minuten genug gesehen und nahm beim Stand von 6:11 seinen ersten Timeout.

Fortan stand Emil Nielsen im Tor, der seine Stärken bei Distanzwürfen hat. Der Plan war klar: Die Abwehr sollte die Schweizer früher angreifen und zu Abschlüssen von weiter außerhalb zwingen.

Dänemark kam besser ins Spiel und konnte den Rückstand bis zum Ende der ersten Hälfte auf 14:17 reduzieren.

Deutliche Verbesserungen in Hälfte zwei

Neben den Paraden fehlte in der ersten Hälfte auch Effektivität in der Offensive. Beides sollte sich in der zweiten Hälfte ändern.

Dänemark begann, die Angriffe besser auszuspielen, und Emil Nielsen konnte sich im Tor mehrmals auszeichnen.

Gut für Dänemark, nicht so gut für Kevin Møller, der sich mit Emil Nielsen und Jannick Green um den Platz hinter Niklas Landin in Dänemarks Olympiakader streitet.

Die erste Führung für Dänemark kam nach 46:30 Minuten. Die Anfangsprobleme waren beseitigt, knapp blieb es aber trotzdem.

Erst eine Minute vor dem Ende fiel die Entscheidung, als Dänemark mit zwei Toren in Führung ging.

Alle, die auf ein Debüt von Aaron Mensing gehofft hatten, wurden derweil enttäuscht. Der Druck war zu groß, um nicht auf die etablierten Rückraumkräfte wie Lasse Andersson, Morten Olsen und Mads Mensah zu vertrauen.

Mensings Chancen stehen am kommenden Sonntag deutlich besser, wenn Dänemark gegen den sieglosen Tabellenletzten aus Finnland antritt, um sich den Gruppensieg zu sichern.

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