Eishockey-WM

Bittere Niederlage für Dänemark

Bittere Niederlage für Dänemark

Bittere Niederlage für Dänemark

Henning Dau-Jensen
Kosice
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Der dänische Nationaltrainer Heinz Ehlers ist nach den ersten beiden WM-Spielen gar nicht zufrieden. Foto: David W. Cerny/RitzauScanpix

Dänemark hat den Start bei der Eishockey-WM vermasselt. Statt zwei Siege gegen Frankreich und Deutschland haben die Dänen jetzt erst zwei Punkte.

Dänemark hat sein zweites Gruppenspiel bei der Eishockey-WM in der Slowakei verloren. Das Team von Trainer Heinz Ehlers musste sich gegen Deutschland mit 1:2 geschlagen geben. Eine schmerzliche Niederlage, da das Nachbarland als direkter Konkurrent um die Viertelfinalplätze anzusehen ist.

Es dauerte keine sieben Minuten, bis der Puck zum ersten Mal hinter dem dänischen Goalie Sebastian Dahm einschlug. Lean Bergmann hatte den Puck in Überzahl ins Tor geschlenzt (7.). Der dänische Coach forderte jedoch einen Videobeweis. Er hatte eine Behinderung seines Torhüters beobachtet. Die Schiedsrichter gaben ihm Recht und nahmen den Treffer zurück.

Das brachte die deutsche Mannschaft ein wenig aus dem Konzept. Dänemark wurde stärker und erspielte sich erste Chancen. Den Treffer erzielten jedoch die Deutschen. Mathias Plachta nutzte eine 4:3-Überzahl und verwandelte zur verdienten 1:0-Führung (31.). Der Assist kam von Superstar Leon Draisaitl. Deutschland spielte nun dominant. Nach mehreren Chancen und einem Lattentreffer gelang Frederik Tiffels schließlich das 2:0 in der 40. Minute. Der deutsche Angreifer verlud den dänischen Goalie sehenswert.

Zu späte Steigerung

In der Pause zwischen dem zweiten und dem dritten Drittel schien Heinz Ehlers die richtigen Worte gefunden zu haben. Das dänische Team kam druckvoll aus der Kabine und ab der 45. Minute wurde die Partie nochmal richtig spannend.

Der dänische NHL-Profi Lars Eller traf mit seinem Schuss im Powerplay den Innenpfosten des deutschen Gehäuses (47.). Nicklas Jensen scheiterte nur drei Minuten später ebenfalls am Pfosten (50.). Eine Minute später viel dann der sehenswerte Anschlusstreffer. Mathias Bau jagte den Puck aus spitzestem Winkel und aus etwa einem Meter unter die Latte zum 1:2 (51.).

Deutschland wackelte in der Schlussphase und brachte keine eigenen Angriffe mehr zu Stande. Dramatisch wurde es in der 59. Minute als Morten Madsen völlig frei zum Abschluss kam. Der deutsche Torhüter Mathias Niederberger parierte glänzend mit seinen Beinschonern und hielt somit den letztendlich verdienten Sieg fest.

Schwierige Position

Das Spiel gegen Deutschland hatte trotz Dänemarks Auftaktsieg gegen Frankreich den Charakter eines Schlüsselspiels. Zwar sind noch fünf Gruppenspiele zu absolvieren, aber die Punkte gegen Deutschland wären wichtig gewesen. Denn nun reicht es vermutlich nicht mehr, nur Großbritannien und die Slowakei zu schlagen. Es müssen auch Punkte gegen eines der Topteams USA, Kanada und Finnland geholt werden.

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