Corona-Massnahmen

Bis zum Jahreswechsel maximal 500 Zuschauer

Bis zum Jahreswechsel maximal 500 Zuschauer

Bis zum Jahreswechsel maximal 500 Zuschauer

Apenrade/Aabenraa
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Fast leere Ränge wird es weiterhin in dänischen Stadien und Arenen geben. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Die dänischen Profi-Klubs sind von den verschärften Corona-Massnahmen der Regierung nicht betroffen. Der Breitensport dagegen sehr. Der dänische Handball-Verband hat den Ticketverkauf für die Europameisterschaft im Dezember eingestellt.

Die Sehnsucht nach mehr Zuschauern auf den Rängen ist überall im dänischen Sport groß, doch vollere Ränge wird es in diesem Jahr nicht mehr geben. Die dänischen Profi-Klubs müssen sich sogar freuen, dass sie von den verschärften Corona-Massnahmen der Regierung nicht betroffen sind.

Das Aufenthaltsverbot ist verschärft worden. Es dürfen sich vorerst bis zum 2. Januar statt 50 nur noch maximal 10 Personen versammeln, doch für den Leistungssport wird an der Regel festgehalten, dass bis zum Januar bei Begegnungen der höchsten Spielklassen weiterhin maximal 500 Leute versammelt sein dürfen.

Dies teilte die dänische Regierung bei einer Pressekonferenz am Freitagabend mit. Die Entscheidung stößt im dänischen Fußball auf Verwunderung.

Nur bedingtes Verständnis bei den Verbänden

„Auf der einen Seite habe ich volles Verständnis dafür, dass wir in einer schwierigen Situation stehen, wo die Regierung Entschlüsse fassen muss. Auf der anderen Seite meine ich nicht, dass man in ausreichendem Maße berücksichtigt, welche Ergebnisse mit dem Superliga-Konzept erzielt worden sind“, sagt DBU-Direktor Jakob Jensen.

„Ich habe bei der Pressekonferenz rausgehört, dass die Dinge evidenzbasiert sein müssen. Wir haben eine Lösung, die sich im Rahmen der Richtlinien bewegt, und wir haben die Evidenz dafür, dass die Spiele verantwortungsvoll durchgeführt werden“, meint Claus Thomsen, Geschäftsführer der Divisionsvereinigung.

Vier Wochen Pause im Amateur-Sport

Die Fußballer in den höchsten dänischen Spielklassen dürfen den Spielbetrieb aufrecht erhalten, der Amateur-Fußball muss dagegen eine Zwangspause einlegen.

Dansk Boldspil-Union (DBU) hat unmittelbar nach der Pressekonferenz mitgeteilt, dass die Spiele am Wochenende durchgeführt werden, aber ab Montag der Spielbetrieb in allen Serien vorerst für vier Wochen einstellt wird. Ausgenommen sind die Fußballer unter 21 Jahren.

Ähnlich sieht die Situation im dänischen Handball aus. Dansk Håndbold Forbund (DHF) hat am späten Freitagabend bekanntgegeben, dass der Spielbetrieb von der U19 bis einschließlich der 2. Division ab Montag vorerst bis zum 22. November ruhen wird.

„Ich bin traurig, dass unsere erwachsenen Mitglieder wieder auf Handballspiele verzichten müssen, freue mich aber gleichzeitig, dass wir trotz allem an den Aktivitäten auf dem Hallenboden für unsere Kinder und Jugendliche festhalten können“, sagt DHF-Generalsekretär Morten Stig Christensen.

Ticketverkauf für Handball-EM eingestellt

Von den Corona-Massnahmen doppelt betroffen ist der dänische Handball-Verband. DHF hat bereits am frühen Freitagabend den Ticketverkauf für die Europameisterschaft der Frauen im Dezember in Dänemark eingestellt.

„Wir hatten uns dermaßen auf volle Ränge mit handballbegeisterten Dänen und Rückenwind für unsere Handballerinnen gefreut“, sagt DHF-Vorsitzender Per Bertelsen auf der vereinseigenen Webseite: „Alles war bis ins letzte Detail vorbereitet, damit wir alle Corona-Auflagen im Rahmen des Superliga-Konzeptes erfüllen konnten. Diese Hoffnung müssen wir aufgeben, und das stimmt uns traurig.“

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