Handball

TMT erkämpfte sich die weiße Weste

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin
Tondern/Tønder
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Rolf Ravn zieht ab. Foto: Karin Riggelsen

„Es war bestimmt nicht unser bestes Spiel, aber meine Mannschaft hat über 60 Minuten hervorragend gekämpft und sich damit auch den Sieg verdient“, sagte Torben Sørensen, Trainer der TMT-Handballer, nach dem 29:23 (12:12)-Heimspielsieg gegen Odder Håndbold.

Die Tonderaner wahrten den Nimbus des einzig unbezwungenen Teams in der 1. Division, liegen damit jetzt mit zwei Punkten Vorsprung auf dem ersten Tabellenplatz und sind damit voll auf Wiederaufstiegskurs.
Aber davon will Torben Sørensen dennoch nichts wissen.

Auszeit

Wie schnell der Schuss nach hinten losgehen kann, zeigte auch das Spiel gegen Odder. Schon in der zweiten Minute sah sich der TMT-Trainer gezwungen, seine erste Auszeit zu nehmen. „Ich hatte das Gefühl, dass meine Spieler einfach diesen Sieg zu sehr wollten und deshalb ein wenig kopflos spielten. Dass wir zu dem Zeitpunkt nicht schon mit mehreren Toren ins Hintertreffen geraten waren, war nur Christian Trans im Tor und unserer Abwehr zu verdanken. Im Angriff haperte es“, so der TMT-Trainer.


Obwohl er seine Spieler in der frühen Auszeit an das Konzept erinnerte, klappte bei weitem nicht alles. Vor allem Odders Kreisläufer Rasmus Rokkjær machte der TMT-Abwehr das Leben schwer. Er erzielte selbst drei Tore und holte fast alle Siebenmeter und Zeitstrafen gegen die Tonderaner heraus. Nicht zuletzt wegen der Probleme mit Kreisläufer Rokkjær verblieb die erste Halbzeit ausgeglichen. So wurden beim Stand von 12:12 die Seiten gewechselt.

Keine Panik
„Es gab keinen Grund für uns, in Panik zu geraten. Wir müssen die Spiele nicht nach 15-20 Minuten entscheiden. Wir haben 60 Minuten Zeit. Das sagte ich den Jungs auch in der Pause“, sagte Trainer Sørensen anschließend. Die Geduld gepaart mit der kämpferischen Leistung in Abwehr und Angriff zahlte sich ab der 40. Minute aus. Initialzündung war ein freches Tor von TMT-Rechtsaußen Hans Martin Asmussen. Ihm gelang es nicht nur einen Odder-Konter zu unterbinden, indem er dem Gegner an dessen eigenem Strafraum einen Ball wegfischte. Er erzielte auch das 23:21. Im Gegenangriff verzog Odders Rückraumspieler Mike Paulsen in aussichtsreicher Position. Im anschließenden TMT-Angriff erkämpfte sich Lasse Hamann-Boeriths einen Siebenmeter, den sein Mannschaftskollege Felix Kasch sicher zum 24:21 verwandelte. Odder versucht mit einer Auszeit, die Gastgeber von der Siegerstraße abzubringen. Doch der eigene Angriff verpuffte und als Asmussen im Gegenzug dann noch das 25:21 markierte, war die Partie entschieden. Da halfen auch taktische Spielchen von Odder-Trainer Jacob Trangeled Knudsen nichts mehr.


TMT - Odder Håndbold (12:12) 29:23


TMT: Felix Kasch (7/1), Lasse Hamann-Boeriths (6/2), Emil Bergholt (5), Lasse Nikolajsen (4), Jeppe Johann Jonasson (3/3), Hans Martin Asmussen (2), Rolf Ravn und Ulrik Nøddesbo Eggert (je 1)
Oder Håndbold: Mike Paulsen (6/2), Matias Damgaard, Jonas Eichwald, Rasmus B. Larsen und Rasmus Rokkjær (je 3), Nicolai Husum (2), sowie Frederik Sass, Nicklas Hald Christensen und Dennis Haahr (je 1).


Schiedsrichter: Jacob Jæger Pagh und Kalle Thygesen.

Zeitstrafen: 6: 6. Siebenmeter: 8:5.

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