HANDBALL

TM Tønder will zurück in die Liga

TM Tønder will zurück in die Liga

TM Tønder will zurück in die Liga

Henning Dau-Jensen
Henning Dau-Jensen
Tondern/Tønder
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Hans Martin Asmussen will in seinen letzten Spielen für TM Tønder noch einmal alles geben. Foto: Karin Riggelsen

Die Tonderaner tragen am Freitag das erste von drei möglichen Aufstiegsspielen gegen den Rekordmeister KIF Kolding aus.

Hans Martin Asmussen ist bereit: Er will alles dafür tun, dass sein Verein TM Tønder in die erste dänische Handballliga zurückkehrt. Der rechte Außenspieler ist ein zuverlässiger Leistungsträger und seine Erfahrungen bei Clubs wie Skjern, SønderjyskE und Randers sind eine wichtige Stütze für die jungen Spieler im Team.

Zwei Spiele in den nächsten fünf Tagen gegen KIF Kolding und eine eventuelle Entscheidungspartie am Freitag, 17. Mai werden über einen direkten Wiederaufstieg entscheiden.

Doch egal, wie es ausgeht: Danach ist Schluss. Denn Hans Martin Asmussen wird keinen neuen Vertrag bei TM Tønder bekommen. Dies bedauert der 32-Jährige: „Die Clubführung hat mir erklärt, dass sie aus wirtschaftlichen Gründen auf mich verzichten müssen. Ich bin darauf eingestellt, in der nächsten Saison nicht in Tondern zu spielen. Das ist sehr schade. Ich hätte gerne noch eine Saison rangehängt – ob in der ersten oder zweiten Liga.“

Fokus trotz Enttäuschung

Sein Fokus liegt trotz der Enttäuschung komplett auf den anstehenden Spielen. „Ein Aufstieg wäre eine einmalige Werbung für die Region. Der Spitzensport ist ja recht weit gesät hier im Kreis Tondern. Wir wollen wieder das Aushängeschild der Region werden: Sort sol, Ecco und wir!“, freut sich der 32-Jährige auf die Playoffspiele.

Ein Spaziergang wird es gegen den Rekordmeister natürlich nicht. Doch Hans Martin Asmussen sieht einen psychologischen Vorteil bei seiner Mannschaft.

„KIF Kolding hat ein hervorragendes Team mit viel Ligaerfahrung. Doch die Spieler haben eine schlechte Saison hinter sich. Wir sind individuell vielleicht etwas schwächer besetzt, hatten aber jede Menge Erfolgserlebnisse . Es ist nie einfach, in Kolding zu bestehen. Dennoch glaube ich, dass wir das Team leicht aus der Fassung bringen können. Für KIF wäre es eine Katastrophe, wenn sie absteigen. Der Druck liegt eindeutig bei ihnen“, so Hans Martin Asmussen.

Trainer Torben Sørensen blickt optimistisch auf die Spiele gegen KIF Kolding. Foto: Karin Riggelsen

Auch der Trainer der Tonderaner, Torben Sørensen, hat gesunden Respekt vor dem Gegner:

„Die Spieler, die regelmäßig bei Kolding zum Einsatz kommen, sind alle bärenstark. Wenn ich einen hervorheben soll, ist das Kasper Irming Andersen. Außerdem haben sie mit Andreas Væver einen sehr gefährlichen Spieler auf Rechtsaußen.“

Nach einem Jahr in der ersten Division hat Torben Sørensen erhebliche Unterschiede zwischen den beiden Ligen ausgemacht.

„Das Spiel in der höchsten Klasse ist deutlich körperbetonter. Es geht ganz anders zur Sache. Da müssen wir gegenhalten. Wir erwarten viele Anspiele an den Kreis, darauf müssen wir besonderes Augenmerk haben.“

Während ein Abstieg Koldings existenzielle Folgen für den Verein haben könnte, kann TM Tønder befreit aufspielen. Denn niemand hatte vor der Saison den sofortigen Wiederaufstieg gefordert.

„Natürlich möchten wir wieder in die erste Liga. Dafür kämpfen wir jedes Spiel, doch als Saisonziel hatten wir es uns nicht gesetzt. Jetzt haben wir diese Möglichkeit bekommen und wollen sie auch nutzen. Ein Abstieg des Rekordmeisters würde in die Geschichtsbücher eingehen. Und da wollen wir dabei sein. Wir wollen Geschichte schreiben“, so Torben Sørensen.

Freitagabend um 18.30 Uhr kann TM Tønder mit einem Auswärtssieg bei KIF Kolding den Grundstein legen. Das zweite Spiel ist für Dienstag, 14. Mai ab 21 Uhr in Tondern angesetzt.

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