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TM Tønder schlägt sich selbst

TM Tønder schlägt sich selbst

TM Tønder schlägt sich selbst

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Tondern/Tønder
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TM Tønder konnte den Sieg am Ende nicht festhalten. Foto: Karin Riggelsen

Die Erstdivisionäre hielten gegen IK Skovbakken alle Trümpfe in der Hand und brachen in der zweiten Hälfte komplett ein – wieder einmal.

Das Warten auf den ersten Heimsieg der Saison geht weiter: Die Handballer von TM Tønder haben am Sonnabend mit 27:28 gegen IK Skovbakken verloren. Dabei sahen die Gastgeber in der ersten Hälfte wie die sicheren Sieger aus.

Besonders in der Anfangsphase übte die Defensivabteilung der Tonderaner so viel Druck auf die Gäste aus, dass sie zu Fehlern gezwungen wurden – und nutzten diese zu ihrem Vorteil, was in der laufenden Saison bisher selten gelang.

„Wir beginnen gut und haben eigentlich in der ersten Halbzeit alles im Griff. Wir spielen gut zusammen und lassen den Ball laufen. In der zweiten Hälfte machen wir ein, zwei Fehler und brechen zusammen. Da müssten wir eigentlich tief Luft holen und schlauer sein. Ein paar Tore machen und dann weiterspielen“, sagt Thomas Schultz Clausen dem „Nordschleswiger“.

Teis Horn Rasmussen kassierte beim Stand von 21:21 die rote Karte. Foto: Karin Riggelsen

In der ersten Hälfte konnte das Team von Trainer Jan Paulsen innerhalb von zehn Minuten von 4:6 auf 11:6 davonziehen.

Die Spieler von IK Skovbakken waren allerdings nicht die einzigen, die Fehler machten. Auch TM Tønder leistete sich einige und die Teams gingen beim Stand von 17:13 zur Halbzeit.

17 Tore in einer Hälfte sieht man von TM Tønder nicht alle Tage und IK Skovbakken wirkte zu keinem Zeitpunkt wie eine Mannschaft, die das noch drehen könnte. Taten sie aber.

Die Angst vor dem Gewinnen

Die Anfangsphase der zweiten Hälfte gehörte den Gästen und die Partie drohte schon zu kippen, als IK Skovbakken Mitte der zweiten Halbzeit zum 21:21 ausgleichen konnte und Teis Horn Rasmussen die rote Karte sah.

Danach herrschte pure Panik bei den Tonderanern. Die Spieler wirkten stark verunsichert: Aus der Angst vor dem Gewinnen war die Angst vor einem Kollaps und der drohenden Niederlage geworden. Und so gewinnt man in der Regel nicht.

Die Regel bestätigte sich, als IK Skovbakken acht Minuten vor dem Ende erstmals in Führung ging und TM Tønder überhaupt nichts mehr gelingen wollte – weder spielerisch noch mit dem Kopf durch die Wand.

Thomas Schultz Clausen schlüpfte wieder in die Rolle des Spielmachers. Foto: Karin Riggelsen

„Ich habe auch keine Erklärung dafür. Wir spielen viel zu passiv. Es kann nicht nur am Alter oder mangelnder Erfahrung liegen. Wir spielen nicht mehr gerade nach vorne, sondern zur Seite raus und immer wieder zurück“, sagt Thomas Clausen. „Von Beginn der zweiten Hälfte als Skovbakken auf zwei Tore herankommt, geht es schief. Die erste Hälfte haben wir gut und diszipliniert gespielt. Unsere Defensive steht das ganze Spiel über gut; die Probleme liegen auf der anderen Seite des Spielfeldes. In der zweiten Hälfte machen wir in 22 Minuten fünf Tore. Das ist einfach nicht gut genug“, so Thomas Clausen.

Ratlosigkeit bei Niclas Buch Christiansen (l.) und Anders Sell. Foto: Karin Riggelsen

IK Skovbakken baute die Führung aus, als sich die Fehler von TM Tønder häuften und keine Tore mehr fielen. Am Ende kam TM Tønder noch einmal ran und hatte sogar die Möglichkeit, zum Ausgleich zu kommen. Doch der Gegenstoß endete mit einem Offensivfoul. Die Partie endete mit einem 27:28. Die negative Heimserie endete nicht.

Die Tore für TM Tønder erzielten Benjamin Holm (8), Mikkel Ebeling (5/3), Lars Kooij (4), Thomas Schultz Clausen (3), Niclas Buch Christiansen (3), Anders Sell (2), Teis Horn Rasmussen (1) und Lars Muus (1).

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