Handball-Bundesliga

In Hannover braucht die SG Flensburg-Handewitt viel Geduld

In Hannover braucht die SG Flensburg-Handewitt viel Geduld

In Hannover braucht die SG Flensburg-Handewitt viel Geduld

Jan Wrege/shz.de
Flensburg
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Der SG-Kapitän ist wieder an Bord: Lasse Svan (li., mit Mads Mensah) hat seine Wadenverletzung überstanden und soll in Hannover spielen. Foto: Michael Staudt

Johannes Golla und Lasse Svan stehen der SG im Auswärtsspiel bei der TSV Hannover-Burgdorf am Sonntag zur Verfügung.

Einigen Spielern der SG Flensburg-Handewitt hat die extra Pause durch die Absage der Partie in der Champions League am Donnerstag gegen Vardar Skopje gut getan. Trainer Maik Machulla genoss den Luxus, eine Woche frei gestalten zu können.

Aber nun ist es genug: Die SG will unbedingt spielen und sich wieder im Drei- bzw. Vier-Tage-Rhythmus einrichten. Am Sonntag steht in der Handball-Bundesliga die Partie bei der TSV Hannover-Burgdorf an, vorverlegt auf 13.30 Uhr, weil das Duell zum Topspiel der Woche geadelt wurde, nachdem der THW Kiel den Auftritt in Lemgo abgesagt hat.

Lust auf Wettkampf

Auch Hannover dürfte den Wettkampf herbeisehnen. Zuletzt haben die Niedersachsen am 26. Dezember in Magdeburg um Punkte gespielt und eine 25:33-Niederlage kassiert. Die SG hatte dagegen in der Champions League mit dem 28:26 in Brest schon ein Erfolgserlebnis in diesem Jahr. „Dieser Sieg hat noch mal einen anderen Stellenwert bekommen“, meinte Machulla, denn am Donnerstag gewannen die Weißrussen souverän mit 35:30 gegen Kielce, den Spitzenreiter der Gruppe A.

Golla und Svan dabei

An die Topleistung in Brest will die SG in Hannover anknüpfen. Personell ist sie inzwischen noch besser gerüstet. Johannes Golla wird nach überstandener Corona-Infektion dabei sein.

„Er ist physisch in einem so guten Zustand, dass er auch mal zehn Tage ohne Training verkraften würde“, sagte Machulla über den 23-jährigen Kreisläufer und Abwehrchef. Auch für Kapitän Lasse Svan, der nach einer Wadenverletzung bei der WM inzwischen wieder trainiert, sehe es gut aus. Jim Gottfridsson habe einen frischeren Eindruck gemacht als beim Spiel in Brest.

Bewegung ohne Ball

Eine besondere Herausforderung ist stets das Angriffsspiel gegen Hannover. Die Deckung der Gastgeber agiert antizipativ, aggressiv und mannbezogen, weder richtig offensiv noch richtig defensiv.

Gegen so eine Abwehr spielt man selten, das ist im Training schwer zu simulieren. Wir brauchen Geduld und das Bewusstsein, dass Kombinationen schon im Keim gestört werden. Wir müssen uns viel ohne Ball bewegen.

Maik Machulla, SG-Trainer

Mit der individuellen Qualität von Mads Mensah und Lasse Möller sei der SG-Angriff jetzt aber breiter aufgestellt als bei den zwei Niederlagen (Liga und Pokal) gegen Hannover in der vorigen Saison.

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