Handball

Der Süden bezwingt den Norden

Sven Sörensen Sportredaktion
Apenrade/Aabenraa
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Caroline Amalie Rasmussen musste nach guter erster Hälfte, anfangs der zweiten Hälfte verletzt ausgewechselt werden. Foto: Karin Riggelsen

Für die SønderjyskE-Handballerinnen fängt das Jahr erfolgreich an. Nicht nur, weil sie Gegner Vendsyssel am Sonnabend in der Arena Aabenraa mit 30:15 bezwangen. Sondern auch, weil das Team mehr und mehr von dem umsetzt, was Trainerin Olivera Kecman einfordert.

Die Hellblauen kommen in der 1. Division immer besser in Fahrt. Die SønderjyskE-Abwehr lernt mittlerweile jeden Gegner das Fürchten. Der Mittelblock steht bockstark und packt ordentlich zu. Das verleitete auch die Gäste am Sonnabend zu überhasteten Angriffen, die in einer Vielzahl von technischen Fehlern resultierten.


Dazu vernagelten die SønderjyskE-Torhüterinnen Dragana Petkovska und Claudia Rompen weitestgehend ihr Tor.


Der Angriff mit den schnellen und wendigen Leonora Demaj, Celina Hehnel Hansen und Spielmacherin Fatos Kucukyildiz brachte die Vendsysseler ordentlich ins Schwitzen.


Eines war deutlich: Die Mannschaft hat es geschafft, ein höheres Level zu erklimmen. „Das Team hat einen Sprung gemacht. Es braucht Zeit und Geduld, aber wir haben unser Spiel angehoben“, so Trainerin Olivera Kecman.


Das Spiel war beim Halbzeitstand von 14:8 fast schon durch. Zu souverän war das Auftreten der SønderjyskE-Spielerinnen.
Die gut aufspielende Caroline Amalie Rasmussen musste, nachdem sie in der 34. Minute umgeknickt war, verletzt an der Seitenlinie behandelt werden und konnte ins Spielgeschehen nicht mehr eingreifen.


Einen weiteren Schrecken gab es in der 44. Minute als Torhüterin Claudia Rompen einen Ball ins Gesicht bekam. Nach einer kurzen Behandlung konnte sie aber weiterspielen. Doch musste sie dann kurz darauf wieder ausgewechselt werden.


„Wir haben jetzt zwei verletzte Spielerinnen. Claudia Rompen hatte schonmal eine Gehirnerschütterung. Wir hoffen das Beste für sie. Was mit dem Knöchel von Caroline Amalie Rasmussen ist, stellt sich noch raus“, sagt Olivera Kecman.


Szabina Mayer auf der rechten Außenposition rückte immer wieder mit an den Kreis und das Spiel mit zwei Kreisläuferinnen klappte gut und sorgte für jede Menge Unruhe in der Gästeabwehr. Hervorzuheben war Ricka Falk Gindrup, die sich wirklich am Kreis aufrieb und sich nicht schonte.


„Ich würde manchmal schon hart angegangen, aber eigentlich ist es egal. Denn es geht darum, dass wir das ausführen, worüber wir beim Training informiert wurden. Wenn wir so spielen bin ich echt zufrieden“, so Ricka Falk Gindrup.


Im späteren Verlauf der Partie wechselte Trainerin Olivera Kecman sehr viel durch und probierte einige neue Angriffsformationen aus. Es war ein schönes und gutes Handballspiel von SønderjyskE und der Sieg von 30:15 war mehr als verdient. Kecman war somit auch sehr zufrieden.

„Es ist wichtig, dass wir einen hohen Sieg eingefahren haben. Unsere zweite Welle hat sich wirklich verbessert und unsere Torhüter standen hervorragend. Zum Ende hin haben wir ein wenig ausprobiert, aber auch nur, weil ich ein gutes Gefühl hatte bei den Spielerinnen, die ich eingewechselt habe.“

Am Dienstag geht es im Pokalspiel gegen Kolding HK aus der 3. Division, ein Spiel, dass die Trainerin nicht ganz so hoch priorisiert. Viel wichtiger ist das Spiel am 19. Januar auswärts gegen TMS Ringsted.

SønderjyskE - Vendsyssel Håndbold (14:8) 30:15

SønderjyskE: Rikke Hofbeck (7), Fatos Kücükyildiz (5), Leonora Demaj (5), Celina Hehnel Hansen (4), Carolina Amalie Rasmussen (3), Nina Bech (2), Sara Mitova (1), Szabina Meyer (1), Ricka Falk Gindrup (1) und Louise Andresen (1).

Vendsyssel: Mette Bejder (4), Natascha Wollesen (3), Sofie Nielsen (3), Ida Andersen (1), Ann-Helen Glückstad Adolfsen (1), Bjarta Osberg Johansen (1), Sara Madsen (1) und Pernille Brandenborg (1).

Zeitstrafen: 3:2. Siebenmeter: 3:3. Schiedsrichter: Allan Toft Hansen/Morten Lefty Christensen. Zuschauer: 325.

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