Handball

SønderjyskE verteilt Weihnachtsgeschenk

Sven Sörensen Sportredaktion
Ringsted
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Torwart Thorsten Fries wurde mit zunehmender Spieldauer immer besser. Foto: Karin Riggelsen

In ihrem letzten Spiel vor der mehrwöchigen Spiel-Pause mussten sich die Hellblauen von SønderjyskE nach einem schwachen Start in der ersten Halbzeit mit einem 27:27-Unentschieden im Auswärtsspiel beim Tabellenletzten TMS Ringsted zufrieden geben.

SønderjyskE-Torwart Thorsten Fries rang noch Minuten nach dem Spiel nach den richtigen Worten. Dennoch fasste er dieses 27:27-Unentschieden in einem simplen Satz zusammen:

„Es fühlt sich nicht nach einem Punktgewinn, sondern eher nach einem Punktverlust an.“

Elf Minuten zum Vergessen

In den ersten elf Minuten spielten die Hellblauen Vogelwild und nicht wie eine Mannschaft, die schon die Top-Teams der Liga gewaltig unter Druck gesetzt hat. Ganze zwei Treffer gelangen den Spielern in den ersten 11 Minuten.

Besser in Tritt

Doch mit fortschreitender Sicherheit und einen Thorsten Fries, der besonders in den ersten 30 Minuten richtig gut stand, fanden die SønderjyskE-Spieler zu ihrem Spiel.

So sah das auch Sønderjyske-Trainer Kasper Christensen. „Wir haben einen richtig schlechten Start in die Partie. Mehr gibt es da nicht zu sagen. Aber ab der 12. bis zur 57. Minute spielten wir hervorragend.“

Nicht schön, aber spannend

Es war ein Spiel, dass das Prädikat „intensiv“ verdient, aber so richtig attraktiv war das nicht, was beide Mannschaften den Zuschauer boten. Das Spiel war aber nicht unansehnlich und langweilig. Ganz im Gegenteil. Die Partie lebte von der Härte, dem Kampf um jeden Zentimeter Hallenboden und die aufgeheizte Stimmung in der Halle.

Spielmacher Chris Holm Jørgensen, war sich auch nicht ganz sicher, was er von dem Spiel halten sollte.

„Es war ein merkwürdiges Spiel. Die ersten Minuten haben wir nichts zusammen bekommen. Wir hätten beim Stand von 26:23 den Deckel drauf machen müssen. Mit einigen Schiedsrichterleistungen bin ich nicht ganz einverstanden.“

Der vierfache Torschütze Holm Jørgensen lag mit seiner Beurteilung des Spiels komplett richtig. Der Sieg war ohne Zweifel zum Greifen nahe. Doch beim Stand von 27:26 in der letzten Minute flog dann auch noch Rasmus Bertelsen raus. Und somit konnte Ringsted mit noch 13 Sekunden auf der Uhr durch Andreas Magaard den Ausgleich erzielen.

Selbstkritisch

Trainer Kasper Christensen ging sogar einen Schritt weiter und mit sich selbst sehr hart ins Gericht. „Die Niederlage nehme ich auf meiner Kappe, da ich mich nicht getraut habe in der letzten Minute sieben-gegen-sechs zu spielen.“

Gerüchte um Spielmacher

Während der Spielpause kursierten Gerüchte, um SønderjyskE-Spielmacher Chris Holm Jørgensen. Er soll angeblich für nächste Saison bei KIF Kolding unterschrieben haben. Trainer Kasper Christensen konnte und wollte darüber nichts sagen. Auch Chris Holm Jørgensen blieb eher wortkarg und meinte: „Was ich nach der Saison mache. Ob ich bleibe oder nicht, weiß ich wirklich noch nicht.“


Es war mehr drin für SønderjyskE an diesen Samstagnachmittag. So war es eher ein misslungener Arbeitstag. Dennoch bleiben die Hellblauen auf dem achten Platz in der Liga, mit vier Punkten Vorsprung vor Ribe-Esbjerg.

Immer noch an dem Torpfosten anlehnend stand Torhüter Thorsten Fries mit einem in die Halle abschweifenden Blick. „Ich habe ein leeres Gefühl in mir. Mit meiner Leistung in der zweiten Hälfte bin ich auch nur bedingt zufrieden.“

TMS Ringsted - SønderjyskE (13:13) 27:27

TMS Ringsted: Morten Jensen (9), Nicolai Nørager (4), Mads Dudke (3), Benjamin Pedersen (3), Sebastian Thor (2), Anton Bramming (2), Lasse Sinding (1), Morten Nyberg Kristensen (1), Andreas Magaard (1), Anders Møller (1).

SønderjyskE: Thorsten Fries (1), Kristian Dahl Pedersen – Rasmus Nielsen (5), Chris Holm Jørgensen (4), Aaron Mensing (4), Frederik Børm (3), Mikkel Hansen (3), Kasper Olsen (3), Arnar Birkir Halfdansson (2), Martin Kærgaard Pedersen (1), Oliver Nøddesbo Eggert (1).

Zeitstrafen: 5:2.

Siebenmeter: 1:2.

Schiedsrichter: Morten Lethan Albrechtsen und Mik Trustrup Larsen.

Zuschauer: 1.008.

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